Zechenpark: Dino-Skulptur wird abgebaut
Bild: Jotzeit
Der Ahlener Künstler Manfred Brückner bedauert es, dass die Dino-Skulptur am kommenden Samstag, 24. März, ab 10 Uhr im Zechenpark abgebaut werden muss.
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„Der Dino war fester Bestandteil des Zechenparks“, sagt der Friedensaktivist. „Insbesondere die Kinder werden ihn vermissen.“

Den Stein ins Rollen gebracht hat die Stadtverwaltung. Auf „AT“-Nachfrage begründete Jörg Pieconkowski von den Umweltbetrieben den Abbau mit einer „dauerhaft bestehenden Unfallgefahr“. Im Rahmen der Neugestaltung des Zechenparks sei in unmittelbarer Nähe des Dino-Standorts ein Kinderspielplatz angelegt worden, so der Landschaftsarchitekt. Da von manchen Kindern die Skulptur als Spielgerät angesehen werde, müsse sie abgebaut werden, erklärte er mit Hinweis auf scharfe Ecken, Kanten und Spitzen.

„Dinosaurier sind ein spannendes Thema“, meint indes Manfred Brückner. Von seinem Atelier im gegenüberliegenden Medienhaus hat er das Kunstwerk, das aus Ketten, Huf- und Moniereisen, alten Federn, Sägeblättern und einem zusammengequetschten Heizkörper entstanden ist, stets im Blick und weiß, wie beliebt es bei Kindern und Eltern ist. Daher ist es für ihn unverständlich, dass die „Leihgabe auf Lebenszeit“ nun dort verschwinden solle.

Seit 2005 steht der Dino bereits auf der grünen Wiese im Zechenpark. Aufgestellt wurde er im Rahmen des von Brückner initiierten Kunstprojekts „4+1+2 Skulpturen-Ausstellung im Ahlener Osten“. Im Jahr 2008 war die Skulptur zudem Bestandteil eines Mal-Projekts, das Brückner mit sechs Ahlener Kindergärten durchgeführt hat.

Resigniert reagiert Brückner auf die Frage, ob für ihn nicht ein anderer Standort in Ahlen vorstellbar wäre. Er wolle keinen Kniefall mehr vor der Stadtverwaltung machen, sagt er. Unterstützung von städtischer Seite habe es bislang nicht gegeben und sei wohl auch in Zukunft nicht zu erwarten. Damit sei das Ende des Dinos besiegelt – „leider“.

Dass er nicht allein mit seiner Meinung stehe, macht Brückner am Zuspruch seiner Fangemeinde in Facebook fest. „Viele Ahlener bedauern den Abbau“, sagt er. Daher rechne er damit, dass am kommenden Samstag gegen 10 Uhr viele Bürger den Akt mitverfolgen werden. „Einfach schade“, so der Künstler.

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