Züchterin gibt Hinweis auf Augenschäden
Bild: privat
Die Zücherin von Mops Edda vom Cappenberger See habe den Mitarbeiter der Stadt Ahlen auf Augenschäden hingewiesen, erklärte sie gegenüber dem „Ahlener Tageblatt“. 
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Wie kann ein Mitarbeiter der Stadt Ahlen einen gepfändeten Hund in einer Kleinanzeige als „geimpft, gechipt und nach Rücksprache mit dem zuständigen Tierarzt kerngesund“ anbieten? Vor allem, wenn sich kurz darauf herausstellt, dass die einjährige Hündin unter massiven Augenproblemen leidet? Das fragen sich nicht nur die Käuferin aus dem Rheinland und die  Ahlener Familie. 

Pfändung eines Hundes hat Züchterin noch nicht erlebt

Auch Uschi Dukowski, aus deren Mopszucht vom Cappenberger See in Lünen Hund Edda stammt, ist mehr als erstaunt. Im November habe sie einen Anruf eines Mitarbeiters der Stadt Ahlen erhalten, schilderte sie am Dienstag im Gespräch mit dem „AT“. Darin habe dieser berichtet, dass er Edda gepfändet und ob sie als Züchterin Interesse habe, das Tier zurückzukaufen beziehungsweise ob sie den Wert des Tieres bei einem Verkauf einschätzen könne. „Dass ein Hund gepfändet wird, habe ich in den 16 Jahren, seitdem ich züchte, noch nicht erlebt“, sagte Uschi Dukowski.

Sie habe den städtischen Mitarbeiter um eine E-Mail und Fotos gebeten, die dieser dann geschickt habe. Darauf habe sie sofort gesehen, dass „irgendwas mit den Augen ist“. Die Ringe um Eddas Augen könnten ein Hinweis auf einen möglichen Milbenbefall oder eine Futtermittelallergie sein. Per E-Mail habe sie geantwortet, dass der Vierbeiner, geimpft und entwurmt sowie tierärztlich untersucht werden müsse. Sie würde Edda für maximal 500 Euro zurückkaufen, zumal die Stammbaum-Papiere fehlten und gesondert hätten besorgt werden müssen. „Dieser Betrag war dem Mitarbeiter der Stadt nicht hoch genug“, berichtete die Mopszüchterin. Ihm sei der Wert des Tieres höher beziffert worden, habe er ihr gesagt.

Stadt verweist auf laufende interne Aufklärung

Ob dieser Schriftwechsel den Vorgesetzten des städtischen Mitarbeiters und der Rechtsabteilung der Stadt bekannt ist, ist zurzeit offen. Stadt-Pressesprecher Frank Merschhaus verwies noch einmal auf die derzeit laufende interne Aufklärung und Aufarbeitung. Hinsichtlich der Veräußerung des Hundes und der Inhalte des Kaufvertrags lasse sich die Stadt anwaltlich vertreten. Solche Inhalte würden von der Stadt öffentlich weder diskutiert noch kommentiert, erklärte Merschhaus am Dienstag.

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