Zusammenhalt in der Gemeinde ist groß
Bild: Lohmann
In der Moschee an der Rottmannstraße in Ahlen konnten sich Interessierte am Mittwoch informieren. Das Bild zeigt (v. l.) Fayaz Aschurie, Mehmet Yavas, Fritz Neumann, Cevdet Süzer und Annemarie Neumann.
Bild: Lohmann

Unter einem Pavillon standen im Schatten der Moschee Kaffee und Kekse bereit. Willkommen war jeder, der sein Wissen über die islamische Gemeinde und ihr Leben in der Wersestadt erweitern wollte. Zu dieser Zielgruppe zählten am Mittwoch auch Annemarie und Fritz Neumann. An der Rottmannstraße wiesen ihnen Cevdet Süzer und Mehmet Yavas aus dem Vorstandsteam den Weg in den Gebetssaal.

Ein Kurzfilm unter dem Titel „Die Moschee“ klärte Besucher über Brauchtümer und Gepflogenheiten auf, die in Verbindung mit den Gebeten in der Moschee stehen. Muss man sich vor dem Gebet waschen? Wie läuft das Freitagsgebet ab? Der Film gab Antworten. Auf dem Hinterhof standen die Gemeindemitglieder für Fragen aller Art zur Verfügung. Annemarie Neumann erkundigte sich nach der Bedeutung der orientalischen Kopfbedeckungen, die unter Muslimen als „Fes“ bezeichnet werden. „Die zu tragen, ist bei uns Anstand – so, als wenn Sie das Hemd zuknöpfen, wenn Sie zum Beispiel in ein Amt gehen“, erläuterte Danismaz.

Den Staatsbesuch des türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdogan zu thematisieren, erschien am Mittwoch nahezu unumgänglich. Danismaz misst diesem Ereignis jedoch in Hinblick auf das Zusammenleben in der Gemeinde keine wesentliche Bedeutung zu. „Egal, ob die Türkei gute oder schlechte Zeiten durchlebt: Wir merken, dass unsere Gemeinde zusammenhält.“ Bei Leuten, die die Ditib-Gemeinde bisher noch nicht kennen, könnte der Staatsbesuch jedoch nach Einschätzung von Danismaz die Entscheidung beeinflusst haben, die Ditib-Gemeinde zu besuchen oder eben nicht. „Jeder sollte uns selbst kennenlernen“, sagte Danismaz.

Der „Tag der offenen Moschee“ wird nach Angaben der Ditib-Gemeinde seit dem Jahr 1997 von muslimischen Religionsgemeinschaften veranstaltet. Laut des Koordinationsrats der Muslime, unter dessen Schirmherrschaft der Aktionstag steht, öffneten in diesem Jahr bundesweit rund 1000 Moscheen ihre Türen mit dem Ziel, Barrieren zu überwinden.

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