Zwei Verletzte nach Gewitternacht
Bild: Lohmann
Zwei Verletzte gab es in der Sturmnacht an der Hellstraße. Dort brach eine Kastanie an der Wurzel ab und stürzte auf ein Auto.
Bild: Lohmann

Vor allem mit abgebrochenen Ästen und umgestürzten Bäumen hatte es die Feuerwehr zu tun, wie Dienstgruppenleiter Michael Witkenkamp auf „AT“-Anfrage mitteilte. Am Nachmittag wurde ein Gelenkmastwagen mit drei Feuerwehrleuten zu Aufräumarbeiten nach Mettmann bei Düsseldorf geschickt.

An der Ahlener Weststraße schlug ein Blitz in einen Baum ein, der auf die Fahrbahn fiel. Verletzte gab es nicht. Anders an der Hellstraße: Laut Polizei wurden dort zwei Personen leicht verletzt, als ein große Kastanie gegen 22 Uhr auf einen mit vier Insassen besetzten Pkw stürzte. Das Auto wurde dabei total zerstört. Die beiden Verletzten wurden mit einem Rettungswagen in ein Krankenhaus gefahren, konnten dieses aber nach ambulanter Behandlung wieder verlassen. „Der Baum, der gesund gewesen ist, brach an der Wurzel ab“, verdeutlichte Stadtpressesprecher Frank Merschhaus die Wucht der Sturmböen. Besonders heftig habe das Unwetter im Süden und Südwesten der Stadt gewütet.

Die Ahlener Umweltbetriebe waren den gesamten Dienstag mit den Aufräumarbeiten beschäftigt. So auch am Werseradweg: In unmittelbarer Nachbarschaft zum Zechengelände waren mehrere Bäume umgestürzt und mussten mit schwerem Gerät beseitigt werden. Durch die Sturmschäden war auch der Bahnverkehr stark eingeschränkt. Wie ein Sprecher der Bahn mitteilte, kam es besonders auf den Strecken in Richtung Ruhrgebiet zu Ausfällen. Von Ahlen aus fuhr der Westfalenexpress zwar nach Hamm, doch dort war in den frühen Morgenstunden zunächst Endstation.

Die Bahn arbeite mit Hochdruck daran, die Unwetterschäden zu beseitigen, hieß es in einer Pressemitteilung der Bahn. „Das Streckennetz ist enorm groß, da dauert die genaue Ermittlung etwas länger“, ergänzte der Bahnsprecher.

Funkstille herrschte zwischen 3.30 und 8.15 Uhr auf der Frequenz 92,6 bei Radio WAF. „Während dieses Zeitraums konnten wir auf dieser Welle nicht senden“, erläuterte Chefredakteur Frank Haberstroh. Sendeanlagenbetreiber Media Broadcast hatte über die Störung informiert, die womöglich durch kurze Stromschwankungen oder beschädigte Funktürme ausgelöst worden sei.

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