1000 Christen feiern die Ökumene
Bild: Krogmeier
500 farbige Steine bildeten ein farbiges Kreuz. Hier malten (v. l.) Pfarrer Karsten Dittmann, Rosi Güldenpfennig, Greta Lindenau und Gerlinde Schillak.
Bild: Krogmeier

Und bei einem Fest der Begegnung gab es anschließend Unterhaltung und Informationen, Spielmöglichkeiten sowie ein vielseitiges Verpflegungsangebot.

„Gemeinsam glauben feiern“, unter diesem Motto fand gestern das erste große ökumenische Fest in und an der neuen Eventhalle am Beckumer Tuttenbrocksee statt. Das 500. Jahr nach der Reformation nahmen die beiden katholischen und evangelischen Gemeinden aus Beckum und Neubeckum gemeinsam mit der Neuapostolischen Kirche zum Anlass für dieses besondere Gemeindefest, für das die Eventhalle den perfekten Rahmen bot.

Den Gottesdienst feierten zu Beginn Propst Rainer B. Irmgedruth, Birgit Schneider, Detlef Rudzio, Thomas Linsen und Ingo Eckey gemeinsam mit den mehr als 1000 Christen. Für die glänzende musikalische Gestaltung zeichneten der ökumenische Projektchor, der Posaunenchor und der Jugendbläserkreis verantwortlich. Besonders beeindruckten dabei die Werke aus der „Missa brevis“.

„Es ist schön, dass wir heute in ökumenischer Verbundenheit zusammen sind“, sprach Pfarrer Thomas Linsen den Gottesdienst-Besuchern aus der Seele. Zugleich erinnerte er an eine von harten Auseinandersetzungen geprägte schmerzvolle Geschichte der Kirchen. Christen sollten das respektvolle Miteinander suchen und so die Welt mit zum Guten zu gestalten, forderte Birgit Schneider im gemeinsam mit Linsen und Ingo Eckey geführten Predigtgespräch. Christen müssten ein Zeichen setzen in dieser Welt, um den Frieden ein Stück weiter zu verbreiten, führte Linsen aus. „Wir wollen die Ökumene leben und das Verbindende im Glauben aufzeigen“, stellte Eckey fest.

Die Kollekte des Gottesdienstes ist übrigens für die hungernden Menschen in Ostafrika bestimmt.

Musik und Gespräche

Beim „Fest der Begegnung“ gab es am Sonntag nach dem ökumenischen Gottesdienst Unterhaltung für Jung und Alt. So spielte das Flötenensemble St. Joseph auf, der Chor „Frei“ der Evangelischen Gemeinde Neubeckum und der „Second Voice“-Chor der Stephanus-Gemeinde gaben Kostproben ihres Könnens.

Mit Peter Neuer, der in Beckum lebende Vater von Nationaltorwart Manuel Neuer, Rudolf Micke und Karin Burtzlaff hatte Dirk Komitsch drei interessante Gesprächspartner bei „Locker vom Hocker“. Gruppen aus den beteiligten fünf Kirchengemeinden informierten über ihre Aufgaben und Arbeit.

Für die Kinder gab es neben einer Schminkecke verschiedene Spielmöglichkeiten. An zahlreichen Ständen konnten sich die Besucher mit Speis und Trank stärken. Den Abschluss des gelungenen Fests bildete schließlich eine Andacht, die gemeinsam in der Eventhalle gefeiert wurde.

SOCIAL BOOKMARKS