120000 Euro an Beckumer Kitas verteilt
Aus gleich zwei Fördertöpfen erhält die Kindertageseinrichtung St. Stephanus Landeszuschüsse.

Zunächst hatte das Gremium allerdings über den eigenen Vorsitz zu befinden. Einstimmig wählten die Mitglieder Maria Sudbrock in dieses Amt, die bereits in der vergangenen Wahlperiode den Ausschuss geleitet hatte. Stellvertreter sind ihre Fraktionskollegen Alexandra Poppenborg und Felix Brinkmann. In den kommenden sechs Jahren wird im Jugendausschuss ein weiteres Mitglied mit beratender Stimme vertreten sein. Einstimmig votierten die Versammelten auf Verwaltungsvorschlag dafür, den Vorsitzenden des Jugendamtselternbeirats aufzunehmen.

Neuregelungen des Kinderbildungsgesetzes machten anschließend einen Beschluss zur Verteilung von Fördermitteln in Kindertageseinrichtungen erforderlich. 75 000 Euro an Landesmitteln kann die Stadt an maximal drei „plusKita“-Einrichtungen verteilen. Bernd Matuszek vom Fachdienst Kinder, Jugend- und Familienförderung erläuterte die Kriterien. Begünstigt werden die Kitas, die den höchsten Anteil an Kindern aus einkommensschwachen Familien und den größten Bedarf an Hilfen zur Erziehung aufweisen. Zudem wird der Anteil von Kindern mit nicht-deutscher Erstsprache berücksichtigt. In den Genuss der Förderung kommen nach entsprechender Auswertung die Kitas „Don Bosco“, „St. Stephanus“ und die Einrichtung der Awo.

Nachfragen aus dem Ausschuss bezogen sich unter anderem auf die Frage, ob durch die Stadt nicht eine gleichmäßigere Verteilung von Kindern mit Förderbedarf auf die vorhandenen Einrichtungen erreicht werden kann. Matuszek machte deutlich, dass die Steuerungsmöglichkeiten aufgrund der Wahlfreiheit der Eltern und der Stadtteilbezogenheit der Einrichtungen stark begrenzt sind.

Insgesamt 45 000 Euro stehen ferner für Kindertageseinrichtungen als Zuschuss für Sprachförderung zur Verfügung. Sozusagen gesetzt bei der Ausschüttung des Mindestförderbeitrags von 5000 Euro jährlich sind die Einrichtungen, die an der Bundesinitiative „Sprache und Integration“ beteiligt sind. Bei der Zuweisung weiterer Mittel zählen der Anteil der Kinder, die Sprachförderung nach Delfin IV erhalten, und die Quote der Kinder mit nicht-deutscher Erstsprache als Kriterien.

Nach entsprechender Bewertung erhalten laut einstimmigem Beschluss die Einrichtungen „St. Stephanus“ und „Die kleinen Strolche“ jeweils 7500 Euro. Je 5000 Euro bekommen die Kitas „Don Bosco“, „St. Joseph“, „Kita Awo“, „Marienkindergarten“, „Kita St. Martin“ und „Kita Rappelkiste“. Wie bei den „plusKitas“ ist der Förderzeitraum durch das Land auf zunächst fünf Jahre festgesetzt.

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