1300 Tonnen Streusalz fürs Winterwetter
Bild: Krogmeier
Für den Winterdienst gut aufgestellt sind Christian Lemke und sein Team am Bauhof in Beckum.
Bild: Krogmeier

 Feiertage ohne Bereitschaft und Winterdienst feiern, das ist für das Bauhof-Team ein ungewohntes Gefühl. Die Vorbereitungen auf den Winterdienst sind hingegen auf dem neuen Interkommunalen Bauhof, auf dem die Mitarbeiter von Stadt und Kreis ihr gemeinsames Domizil gefunden haben, längst abgeschlossen. Mitarbeiter, Fahrzeuge und Streumaterialien sind für die kommenden Einsätze bestens gerüstet.

„Wir sind top aufgestellt – alles von einem Ort aus sowie aus einer Hand, und das mit modernster Technik“, blickt Christian Lemke, Leiter der Städtischen Betriebe Beckum, ohne Sorgen in die Zukunft, die mit Sicherheit auch in der Püttstadt noch Schnee und Glatteis bringen wird.

So ist die neue Salzhalle, aus der sich die Mitarbeiter von Stadt und Kreis gemeinsam für ihre Winterdienstfahrten bedienen werden, bis an den Rand gefüllt. Rund 1300 Tonnen Streusalz sind eingelagert, 900 Tonnen für den Kreis und 400 Tonnen für die Stadt. „Wir kaufen gemeinsam ein, das bringt uns günstigere Preise“, nennt Lemke einen Vorteil der gemeinsamen Arbeit.

Alle Streufahrzeuge sind jetzt auch für den Einsatz von Feuchtsalz ausgerüstet. „Wir brauchen dadurch weniger Salz, das eine bessere Haftung auf den Straßen hat und mit dem auch einfacher präventiv gearbeitet werden kann“, nennt Lemke die Vorteile. Dazu werden aus der Soleanlage die Sole in die Tanks an den Fahrzeugen gefüllt, die mit dem Salz gemischt aufgebracht wird.

Für die Stadt Beckum sind fünf für den Winterdienst ausgerüstete Lkw vorhanden, dazu kommen fünf Schlepper, die auf Fuß- und Radwegen eingesetzt werden. Insgesamt stehen 40 Mitarbeiter Gewehr bei Fuß, um im Bereitschaftsdienst auf den Einsatz bei Schnee und Eis gerüstet zu sein. Der Kreis Warendorf hat auf dem Interkommunalen Bauhof in Beckum sechs Fahrzeuge stationiert, die von zwölf Mitarbeitern gefahren werden. Alle Streu-Lkw von Stadt und Kreis haben einen Platz in der neuen Fahrzeughalle an der Neubeckumer Straße. Die Schlepper stehen trocken und sicher in der alten Halle.

Fahrzeuge auf modernem Stand

Wie funktioniert zu nächtlicher Stunde der Winterdienst in Beckum? Diese Frage ist schnell beantwortet: Ein Bereitschaftsführer wird im Einsatzfall vom Landesbetrieb Straßen.NRW angerufen und alarmiert. Daraufhin macht er sich vor Ort ein Bild, um zu entscheiden, in welcher Stärke zum Winterdienst aufgerückt wird.

In einer Rufbereitschaft warten zwölf Mitarbeiter mit drei Streufahrzeugen und fünf Schleppern auf ihren Einsatz, hinzu kommen vier Mann, die als Handstreuer unterwegs sind. Dieses Team kann bei Bedarf in einem harten Winter je nach Wetterlage auch aufgestockt werden.

So arbeitete das Bauhof-Team im Jahr 2012 über mehrere Wochen hinweg in zwei Schichten, die Kälte zog sich bis Ende März. Damals wurden 3800 Arbeitsstunden geleistet, 450 Tonnen Salz mussten gestreut werden. Deutlich mehr Einsätze als in einem „normalen“ Winter standen auf dem Dienstplan. Bei der Aufstellung der Bereitschaftsdienste ziehen die Städtischen Betriebe auch langfristige Wetterprognosen zur Hilfe. Etwa zehn Tage im Voraus lassen sich verlässliche Vorhersagen machen, auf die man setzen kann.

„Wir sind technisch auf einem sehr guten Stand“, ging Lemke auf den Fuhrpark ein. So wurde speziell für die Arbeit auf den Fuß- und Radwegen ein neuer Schlepper mit größerer Reichweite für eine Streubreite zwischen 1,30 und 1,80 Metern gekauft. In Kürze kann eine pneumatische Förderanlage in Betrieb genommen werden, mit der das Streusalz von der Halle aus in die Silos befördert werden kann.

Alle Fahrzeuge sind zudem mit einem GPS-System ausgerüstet. „Wir zeichnen jede gefahrene Tour auf und können so auf einen Blick erkennen, wo und wann gestreut wurde“, stellt der Bauhof-Chef fest. Das schaffe zum einen Rechtssicherheit, zum anderen könne man die Routen optimieren und wirtschaftlicher arbeiten.

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