20000 Kilometer in nur 90 Minuten
Bild: Grünebaum
Auf großes Interesse stieß am Donnerstagabend der Vortrag von Christoph Rohleder im Berufskolleg Beckum. Das Bild zeigt Jochen Klein, Professor Dr. Dr. Christoph Rohleder und Dr. Jürgen Winkelmann.
Bild: Grünebaum

„Das schafft kein Flugzeug der Welt“, meinte er schmunzelnd. Wer nach dem Vortrag nicht den Hauch von Fernweh verspürte, musste weggehört haben. Mit atemberaubenden Bildern verschaffte Rohleder einen Einblick in sein einzigartiges Abenteuer. Dabei konnte er auf zwei Dinge nicht verzichten: sein Rad, das ihn über Stock und Stein von einem fremden Land ins andere brachte, und seine Kamera, mit der er seine Erlebnisse mit Kreativität und technischer Raffinesse festhielt.

Die Reise begann in den Tiefen der Arktis, in einer Welt bizarrer Gletscher und wilder Eisbären. Der weltoffene Professor für Wirtschaftswissenschaften radelte fortan vom Nordkap in Norwegen durch Europa, Asien und Afrika bis nach Kapstadt in Südafrika. Vom südlichsten Punkt Afrikas ging es weiter auf einem Eisbrecher in die überwältigende Polwelt der Antarktis – ganz alleine. Doch Christoph Rohleder blieb nicht alleine. Immer wieder suchte er den Kontakt mit Einheimischen, die ihm Zugang zu ihrer fremden Kultur verschafften. Wie bei einer Hochzeit in Äthiopien, auf der er die ungewöhnlichen Riten eines Stammes kennenlernte.

Wer sich zurücklehnte und Bilder, Musik und Videos genoss, mag sich gefragt haben, wie man auf eine derartige Idee kommt. Rohleder beantwortete die Frage gerne: „Es hat sich einfach so ergeben.“ Er sei einfach ein „notorischer Nichtplaner“, der morgens nicht wisse, wo er abends ankomme. Und was hat ihn am meisten beeindruckt? „Afrika war der spannendste Teil meiner Reise“, zog er eine Bilanz. Heiße Wüsten, traumhafte Landschaften, bedrohliche Sumpfgebiete, Nationalparks, Korallenriffe, verschneite Berggipfel und nicht zuletzt spannende Safaris – manch ein Zuhörer mag nach dem Vortrag den Atlas aufgeschlagen haben und sich ein neues Ziel ausgesucht haben. Und ab geht die Reise.

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