385 Grundschüler auf der Pirsch
Bekanntschaft mit Meister Reineke machen diese Beckumer Grundschüler.

Für 385 Kinder steht in dieser Woche ein ganz besonderer Unterricht auf dem Stundenplan. Der Nachwuchs hat das Klassenzimmer verlassen und seine Zelte im Wald aufgeschlagen. Die Jungen und Mädchen nehmen an den Walderlebnistagen teil, zu denen der Forstbetriebsbezirk Beckum des Regionalforstamts Münsterland gemeinsam mit dem Hegering Beckum eingeladen haben. Sieben Grundschulen der Stadt sind mit Klassen vertreten.

 Auf die kleinen Naturforscher wartet ein spannendes Programm. Eingeteilt in Arbeitsgruppen von fünf Kindern gehen sie mit ihrem Arbeitsbögen nicht nur auf die Pirsch, sie erfahren auch viel Wissenswertes über den Wald und seine Bewohner. An acht Stationen machen die Kinder begeister mit und lösen ihre Aufgaben mit Hilfe ihrer Lehrer und der 20 ehrenamtlichen Helfer aus den Reihen des Hegerings um Hegeringleiter Urich Kröger.

Am Ende eines erlebnisreichen Vormittags sind alle Lösungsbögen ausgefüllt. Und als Belohnung dürfen sich die Schüler auf Einladung der Sparkasse Beckum-Wadersloh und der Humana Milchunion bei einer Bratwurst und Getränken von ihrer Natur-Expedition erholen. Die Grundschüler haben viel gelernt und noch mehr Spaß gehabt. Davon konnte sich zum Abschluss Förster Joachim Fricke überzeugen.

Hinter einem Strauch hat sich ein Fuchs getarnt. Ein Eichelhäher thront hoch oben in einem Baum. Waschbär und Iltis sitzen im Unterholz. Acht Tiere des Waldes gilt es für die Mädchen und Jungen der Beckumer Grundschulen während der Walderlebnistage zu bestimmen. Natürlich treffen die Kinder nicht auf lebende Tiere, die ausgestopften Exemplare dienen aber anschaulich dem Lernerfolg.

Weiter geht es durch den Wald am Höxberg. Die Stimmen seiner Bewohner stehen an der nächsten Station im Fokus, ehe beim Fingerquiz Dinge wie Feder, Felle, Knochen oder Schneckenhäuser zu ertasten sind. Laut wird es bei der nächsten Aufgabe: Das Jagdhornblasen wird dem Nachwuchs vorgestellt. Hier dürfen die Kinder natürlich selbst versuchen, dem Jagdhorn Töne zu entlocken. Und die erzielten Ergebnisse beeindrucken selbst den Fachmann.

Treffsicherheit ist beim Werfen mit Tannenzapfen gefragt, aufmerksames Zuhören, als die Bedeutung des Waldes erklärt wird. Bei einem Baumquiz lernen die Kinder die Blätter verschiedener heimischer Bäume kennen, ehe die Gefährten des Jägers auf den Nachwuchs warten. Die verschiedenen Rassen der Jagdhunde werden erläutert, ebenso die Aufgaben, die die Tiere erfüllen.

„Es ist uns ein Anliegen, den Kindern schon frühzeitig ein natürliches Gespür und Verständnis für die Zusammenhänge zwischen Naturschutz und Nutzung der Natur durch Land- und Forstwirtschaft sowie die Jagd zu vermitteln“, erläutert Hegeringleiter Ulrich Kröger, „Respekt und Achtung vor der Schöpfung selbstverständlich zu machen, ist unser Ziel.“

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