45 Menschen das Leben gerettet
Bild: Krogmeier
Beförderungen zur Feuerwehrfrau oder zum Feuerwehrmann: (v. l.) Norbert Stoffer, Andreas Brinkmann, Benedict Vornholt, Lars Halbur, Marvin Dünninghaus, Andrea Holtmann, Patrick Ahlers, Carina Stripper, Jan Homberg, Katharina Focken, Björn Rößler, Franziska Müller und Florian Linnemann.
Bild: Krogmeier

Aus akuten Notlagen seien diese Personen von der Feuerwehr bei den Einsätzen gerettet worden, und dafür dankte der Bürgermeister: „Alle Ihre Tätigkeiten erfordern ein hohes Maß an persönlichem Einsatz. Dafür spreche ich Ihnen meine Anerkennung aus.“ Strothmann blickte in der Aula des Berufskollegs auf ein Jahr zurück, in dem die Kameraden wieder eine „qualifizierte Arbeit“ geleistet hatten. Das Jahr sei aber auch von erschütternden Ereignissen geprägt worden, erinnerte der Bürgermeister an die vielen schweren Verkehrsunfälle, bei denen sieben Menschen ihr Leben verloren hatten, und an einen Brand, bei dem der Tod eines Kindes zu beklagen war.

Die Stadt werde weiterhin alles daran setzen, um die Feuerwehr gut und modern auszustatten, damit die technischen Standards und die Ausbildung auf so hohem Niveau bleiben. „Eine leistungsfähige Feuerwehr ist ein hohes Gut für unsere Stadt“, führte der Bürgermeister aus, „und daher werden wir das Fahrzeugkonzept bedarfsorientiert fortschreiben.“ Dies spiegelt der in naher Zukunft geplante Kauf eines Rettungswagens und eines neuen Löschgruppenfahrzeugs wider.

Der Bürgermeister dankte neben der Wehr auch den Arbeitgebern, die ihre Mitarbeiter bei Einsätzen freistellen, und den Beckumer Schulen, in denen die Feuerwehr die Schüler informieren und für die Wehr begeistern dürfe.

„Der Schutz für die Beckumer Bürger ist garantiert“, stellte der Stellvertretende Kreisbrandmeister Michael Bernzen fest und würdigte „die beeindruckende Leistungsbilanz“ der Wehr. „Die Ausbildung muss bei uns immer ganz vorne stehen“, dankte er für die gute Beckumer Beteiligung an der Ausbildung auf Kreisebene. „Wir müssen uns noch stärker um die Personalbindung kümmern“, nannte Bernzen mit Blick auf das Ehrenamt eine wichtige Aufgabe.

„Ich danke Euch für die hohe Einsatzbereitschaft, wir sind eine leistungsfähige Feuerwehr“, sprach Marcus Scheele, Leiter der Feuerwehr Beckum, einen Dank an seine Kameraden und Kameradinnen auf. „Wir werden die Ausbildung auf einem hohen Niveau halten und Bereitschaft zur Aus- und Fortbildung zeigen.“

Hintergrund

Zu insgesamt 5422 Einsätzen ist die Beckumer Feuerwehr im Jahr 2011 ausgerückt. Darunter waren 66 Brandeinsätze, bei denen 15 Menschenleben gerettet wurden. Zwei Großbrände galt es zu bekämpfen. Einen weiteren Schwerpunkt bildeten die 260 technischen Hilfeleistungen, darunter fallen die 58 Einsätze nach Verkehrsunfällen. Hier wurden 30 Menschen aus akuten Notlagen gerettet. Zwei Gefahrguteinsätze, 31 Hilfen nach Wasser- oder Sturmschäden und sieben überörtliche Hilfeleistungen sind hier ebenfalls erfasst. Unter den 69 Fehlalarmierungen war zum Glück nur eine mit böswilliger Absicht.

Im Rettungsdienst stehen 5027 Einsätze in der Bilanz. 3811 Notfalleinsätze mit den Rettungswagen, zusätzliche 354 Notarztfahrten außerhalb der Stadt Beckum und 1216 Krankentransporte spiegeln in diesem Bereich das Arbeitsbild der Wehr wider.

Die aktive Feuerwehr kann zurzeit auf 180 Mitglieder in den vier Löschzügen Beckum I (39), Beckum II (41), Neubeckum (33) und Vellern (33) bauen. 30 hauptamtliche Kräfte haben auf der Feuer- und Rettungswache ihren Arbeitsplatz. In der Jugendfeuerwehr engagieren sich 23 junge Nachwuchskräfte. Zur Ehrenabteilung zählen 90 Kameraden. Der Spielmannszug verfügt über 81 Musiker, die Musikkapelle über zehn Aktive. Insgesamt leisten 346 Personen ihren haupt- oder ehrenamtlichen Dienst in der Feuerwehr Beckum.

Die Ausbildungsbereitschaft war auch im Jahr 2011 überdurchschnittlich gut, was 122 erfolgreich absolvierte Ausbildungen dokumentieren. 25 Kameraden beendeten Lehrgänge am Institut der Feuerwehr in Münster, 66 Mitglieder Lehrgänge beim Kreisfeuerwehrverband und 31 Aktive an der Rettungsdienstschule Münster, in Rheine oder in Ahlen

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