70 Wohnungen sollen pro Jahr entstehen
Bild: Krogmeier
Wohnungsbau mitten in der Stadt Beckum wird es auf diesem großen ehemaligen Firmengelände zwischen Kalk- und Elmstraße geben.
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Dieses Fazit hat Dominik Geyer, Diplom-Ingenieur beim Fachbüro Stadt- und Regionalplanung Dr. Jansen, in einer Wohnbedarfsanalyse gezogen, die jetzt zur endgültigen Beratung in zwei Fachausschüssen anstand.

Die Kommunalpolitiker folgten seinen umfangreichen Ausführungen und beschlossen einstimmig, dies als politisches Leitziel zu zementieren. Die Verwaltung erhielt wohl vom Ausschuss für Stadtentwicklung und Demografie als auch vom Ausschuss für Inklusion, Frauen, Soziales, Wohnen und Ehrenamt zugleich den Auftrag, die vorliegenden Vorschläge auf ihre Umsetzbarkeit zu überprüfen.

Welcher Wohnbedarf besteht in den kommenden Jahren in Beckum? Das war eine der Fragen, denen Geyer in seinen Untersuchungen auf den Grund gegangen war. Eine immer ältere Bevölkerung, 2030 wird ein Drittel der Menschen auch in Beckum zu den Personen über 60 Jahren zählen, und einen sich ändernden Wohnbedarf gelte es zu berücksichtigen, zeigte der Gutachter auf.

Die zentralen Wohnlagen seien aufgrund ihrer Angebotsdichte und ihrer integrierten Lage am besten geeignet für das künftig verstärkt benötigte barrierefreie Wohnen, das auch im Geschosswohnungsbau für die älter werdende Gesellschaft von Bedeutung sei. Geyer empfahl daher dringend, den Fokus zunächst auf die Ortszentren Beckum und Neubeckum sowie auf das Quartier Rote Erde zu legen.

Ein räumlicher Schwerpunkt solle in Beckum gesetzt werden. „Das müssen wir noch mehr voranbringen“, machte dazu Uwe Denkert, Leiter des Fachbereichs Stadtentwicklung, im Gespräch mit der „Glocke“ deutlich und verwies auf die schon laufende Baumaßnahme auf dem Gelände der ehemaligen Firma Ellinghaus oder auf dem Wohnungsbau auf dem alten Droste-Gelände. „Solche Projekte müssen wir noch stärker voranbringen“, stellte Denkert auch mit Blick auf Möglichkeiten in Neubeckum fest. Das Quartier Rote Erde, die Siedlung wurde zu großen Teilen in den 1950er-Jahren gebaut, sei ein typisches Wohngebiet im Alterungsprozess, führte Geyer weiter aus. Hier seien viele Häuser nicht mehr bedarfs- und behindertengerecht. Die Rote Erde sei ein mögliches Städtebausanierungsgebiet. Damit könne man klare Ziele festlegen und die Hauseigentümer unterstützen.

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