75 Flüchtlingskoffer voller Erinnerungen
Bild: Grünebaum
Blicke, die Geschichten erzählen: Ali (l.) und sein Bruder Ezzedin aus Syrien nach ihrer Ankunft in Beckum.
Bild: Grünebaum

Und dennoch: Mit ihren Koffern tragen die 75 Flüchtlinge schwere Schicksalsschläge und dramatische Lebensgeschichten mit sich herum. In Bussen sind sie am Freitagnachmittag von Bielefeld in die Notunterkunft nach Beckum gebracht worden. Dort bereiten ihnen Hilfsorganisationen, Vertreter des Kreises Warendorf und der Stadt Beckum einen herzlichen Empfang.

„Abläufe haben sich bewährt.“

Das Team hat bereits bei der Unterbringung von Flüchtlingen in Beelen im Februar Erfahrungen gesammelt. „Die Abläufe haben sich bewährt“, sagt DRK-Einsatzleiter Christian Gehling. Umso organisierter und umsichtiger versorgen die 30 Helfer die Menschen aus acht Ländern: Afghanistan, Albanien, Bangladesch, Irak, Mongolei, Serbien, Syrien und Tadschikistan.

Auf dem Schulhof warten die Flüchtlinge auf ihre Registrierung und eine erste medizinische Untersuchung. „Wer akute Beschwerden hat oder sich krank fühlt, wird zuerst behandelt“, betont Dr. Anna Arizzi Rusche. In neun Notunterkünften in Nordrhein-Westfalen sind Windpocken ausgebrochen. Der Versorgung von Kleinkindern räumt das Ärzte-Team außerdem höchste Priorität ein.

Polizisten kümmern sich um die Sicherheit. „Beckum ist eigentlich ein ruhiges Pflaster“, sagt Friedhelm Kloth und zeigt sich davon überzeugt, dass die Flüchtlinge von allen Bürgern herzlich begrüßt werden. In den Klassenzimmern können sich die Familien nach der anstrengenden Busfahrt erholen.

SOCIAL BOOKMARKS