800 000 Euro für die Flüchtlingsarbeit
Bild: Clauser
Ein Übergangsheim steht an der Vorhelmer Straße in Beckum.
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 „Ich haben keine Informationen darüber, wie das zugesagte Geld aufgeteilt wird“, machte am Dienstag Bürgermeister Dr. Karl-Uwe Strothmann im Gespräch mit der „Glocke“ deutlich. Das Land Nordrhein-Westfalen will die Hilfen für die Arbeit mit Flüchtlingen in den Städten und Gemeinden in NRW aufstocken. Diese Nachricht hat Ministerpräsidentin Hannelore Kraft am Montag in Essen verkündet. Die Zahlungen für die Unterbringung der Menschen soll demnach um 25 Prozent erhöht werden. Davon würde auch Beckum profitieren.

176 Asylbewerber sind hier zurzeit untergebracht. Die Flüchtlinge leben in den fünf Übergangsheimen, in denen insgesamt 200 Wohnplätze für die Menschen zur Verfügung stehen. Ein Großteil der anfallenden Kosten dafür fließen aus dem Stadtsäckel, bisher zahlt das Land Nordrhein-Westfalen lediglich an die 23 Prozent dieser Kosten an die Städte und Gemeinden.

Für das laufende Jahr 2014 hatte die Stadt in ihrem Haushalt 600 000 Euro für die Unterbringung der Asylbewerber eingeplant. Da rund 23 Prozent dieses Betrags vom Land zurückerstattet werden, bleiben rund 465 000 Euro, die von der Stadt zu finanzieren sind.

Mit diesem Betrag wird man allerdings bei Weitem nicht auskommen. „Wir schätzen, dass die Kosten in diesem Jahr auf etwa 800 000 Euro ansteigen werden“, zog der Bürgermeister eine Zwischenbilanz. Somit würde die Stadt netto rund 570 000 Euro zu finanzieren haben.

Und dieser Betrag wird mit Sicherheit im Jahr 2015 noch einmal kräftig ansteigen. Im Haushaltsentwurf, den Dr. Strothmann während der nächsten Ratssitzung einbringen wird, stehen bereits erwartete Kosten in Höhe von 940 000 Euro.

Wie viel von diesem Geld als Landeszuschuss zurückfließen wird, das hingegen ist noch ungewiss. Bisher wären es zwischen 20 und 25 Prozent gewesen, in Beckum in diesem Jahr rund 23 Prozent. Nach der aktuellen Mitteilung der Landesregierung kann man jetzt allerdings von einem höheren Betrag ausgehen. „Ich gehe davon aus, dass das zusätzliche Geld auf die Anzahl der aufgenommenen Menschen umgerechnet wird“, stellte der Bürgermeister fest.

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