Absolute Stille am Warntag in Beckum
Bild: dpa
Die Warnung per Sirene ist in Beckum noch Zukunftsmusik.
Bild: dpa

Zwei sind zwar im vergangenen Jahr bei der Firma Hörmann geordert, aber bisher nicht geliefert worden, wie Feuerwehrchef Marcus Scheele auf Nachfrage der „Glocke“ erklärte. Zudem habe es einige Zeit in Anspruch genommen, einen geeigneten Standort zu finden. Nachdem sich die Wunschoption Krankenhausdach als nicht realisierbar erwiesen hatte, wurde man nach längeren Verhandlungen mit dem Eigentümer des Turms der ehemaligen Martinskirche einig. Dort soll im Herbst eine Sirenenanlage im ehemaligen Glockenstuhl eingebaut werden. Für Neubeckum ist zunächst das Rathausdach, später zusätzlich die neue Feuerwache als Standort vorgesehen. 

Auf die Frage, wie die Beckumer Bevölkerung bei Bedarf alarmiert werden kann, verweist Scheele auf den Warn-Mix, der auch andere Mittel als die Sirene kennt. Zum Beispiel die Warn-App Nina. Die allerdings gab zum Probe-Alarmierungszeitpunkt gestern auch keine Mitteilung heraus. Erst später meldete sich Nina – mit der Entwarnung. 

Bleiben noch mobile Warneinrichtungen, also mit Sirenen und Lautsprechereinrichtungen bestückte Autos. Die würde man im Falle eines Ernstfalls sofort auf die Straße schicken, erklärte der Feuerwehr-Leiter. Binnen einer Viertelstunde sei es so möglich, alle Menschen im Stadtgebiet akustisch zu erreichen. Dass das hingegen nicht gelingt, wenn man die Sirenen-Fahrzeuge an zentralen Punkten stationiert und losheulen lässt, wissen die Verantwortlichen seit dem Warntag vor zwei Jahren. Seinerzeit war von vielen Bürgern beanstandet worden, dass sie nichts gehört hätten. Scheele bedauerte, dass die Stadt Beckum sich nicht am Warntag beteiligen konnte.

SOCIAL BOOKMARKS