Altar bringt zehn Tonnen auf die Waage
Bild: Krogmeier
Ein Gewicht von rund zehn Tonnen auf die Waage bringt der Altar, der am Montag aus der profanierten Martinskirche transportiert wurde. Der Altar wird künftig im Garten des St.-Elisabeth-Hospitals einen neuen Standort erhalten.
Bild: Krogmeier

Damit ist der Weg frei gemacht für die weiteren Bauarbeiten für den im Kirchenschiff geplanten neuen Kindergarten St. Martin.

Auf die Mitarbeiter der heimischen Firma Franzpötter wartete am Montagvormittag eine anspruchsvolle Aufgabe in der Martinskirche an der Hammer Straße. Zum einen wurden Florian Franzpötter und seine Mitarbeiter davon gefordert, dass der zu transportierende Altar mit rund zehn Tonnen ein gewaltiges Gewicht auf die Waage bringt. Zum anderen war es eine schwierige Aufgabe, den Altar von der Altarburg zu heben, ohne die dort vorhandenen Stufen zu zerstören oder zu beschädigen.

Nach den Anforderungen des Denkmalschutzes muss nämlich genau diese Altarburg erhalten bleiben. Hier soll beim Bau des neuen Kindergartens ein kleiner Raum der Stille direkt vor dem Mosaik im ehemaligen Altarraum entstehen. Für diesen Zweck hat übrigens die Propsteigemeinde St. Stephanus einige Kirchenbänke aufbewahrt, die hier ihren Platz finden sollen. „Auch die Kirchenfenster sind bei den Arbeiten bisher alle heil geblieben“, machte Klaus Fernkorn, bei der Propsteigemeinde für das Projekt verantwortlich, im Gespräch mit der „Glocke“ zufrieden deutlich. Mit dem Abtransport des Altars habe die Gemeinde jetzt alle ihr bei der Vorbereitung des Kindergarten-Baus zufallenden Aufgaben erfüllt, stelle er weiter fest.

Mit Augenmaß und Erfahrung ging’s gestern Vormittag an die Arbeit, wobei der Altar zunächst mit einem Spezial-Gabelstapler nach vorne gezogen werden musste. Anschließend wurden die zehn Tonnen mit diesem Stapler angehoben und auf einen im Kirchenschiff bereits wartenden Lkw gehievt. Von der Martinskirche aus ging der Transport zunächst zum Gelände der Firma Franzpötter, wo der Altar zunächst zwischengelagert wird.

Künftig soll dieser Altar, der über Jahrzehnte seinen Platz in der ehemaligen Pfarrkirche St. Martin hatte, einen neuen Standort im Garten des Beckumer St.-Elisabeth-Hospitals erhalten. Dort wird er direkt neben der Elisabeth-Statue aufgestellt. Vorher muss dort jedoch ein tragfähiges Fundament errichtet werden. Schließlich sollen später zehn Tonnen Gewicht darauf liegen. Diese Arbeiten sind bei der derzeitigen Wetterlage allerdings noch nicht möglich.

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