Am Tuttenbrocksee ist Wassersport am Zug
Bild: Grünebaum
Wakeboarder Lukas Beck lässt sich von der Wasserskianlage durchs Wasser ziehen. 
Bild: Grünebaum

Viel Technik steckt in der Wasserskianlage Twin Cable. 790 Meter lang und elf Meter hoch ist die im Juli vergangenen Jahres in Betrieb genommene Seilbahn.

Neun Wassersportler können gleichzeitig mit Wakeboard, Wasserski oder Kneeboard ihre Runden drehen – 29 Kilometer pro Stunde schnell.

Die Seilbahn wird über Elektromotoren angetrieben, die Rollen an den Masten beschleunigen. Durch diese wird das Stahlseil geführt. „Die Spitzengeschwindigkeit dieser Bahn liegt bei 40 Kilometern pro Stunde“, erklärt Michael Meder, Geschäftsführer der Beckumer Wasserskianlage.

Alles läuft automatisch

Am Start tummeln sich die Wassersportler. Die Zugseile, an denen kein Fahrer hängt, werden automatisch per Luftdruck über eine weitere Seilbahn zum Startpunkt geführt. Anschließend lagern sie im Magazin.

Am Startpunkt sitzt Michael Meder und hat Anlage und Fahrer im Blick. Meder reicht den Wassersportlern eine Holzhantel, die an einem Seil befestigt die Sportler durchs Wasser zieht.

An der Spitze des Masten zeigt ein Signal an, wann es für die Wakeboarder und Wasserskifahrer los geht.

Die Ampel springt auf grün. Der Mitnehmer, ein Haken, der das Zugseil mitnimmt, kommt angerauscht. Der Fahrer wird aufs Wasser gezogen. Alles läuft voll automatisch. „Aus Sicherheitsgründen sitzt aber immer jemand am Start“, erklärt Meder.

Im Falle einer Störung kann die Anlage auch manuell über das Bedienpult gesteuert werden.

Das Herz der Anlage

Im Technikraum auf der künstlich errichteten Insel im Tuttenbrocksee stehen vier Schaltschränke. Jeder beherbergt die Elektronik für eine Seilbahn. „Das Herz der Anlage“, betont Meder. Wenn hier der Strom aus falle, stehen die Anlagen still.

Vier Bahnen stehen den Wassersportlern insgesamt zur Verfügung. Außer der öffentlichen Bahn kann man einen weiteren 760 Meter langen Rundkurs privat mieten. Am 100 Meter langen Übungslift trainieren Einsteiger.

Mit 58 Kilometern pro Stunde übers Wasser 

Zwischen den beiden Hauptstrecken wird in diesem Jahr noch ein weiterer Lift in Betrieb genommen. Am 300 Meter langen „Master 450“ können die Cracks der Szene ihre Tricks üben.

Bei einer Spitzengeschwindigkeit von 58 Kilometern pro Stunde seien Sprünge bis zu 60 Meter weit möglich, sagt Meder.

Mehr zum Thema lesen Sie am Samstag in der Glocke.

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