Anteil an erneuerbaren Energien steigt
Bild: Wille
Etwa 90 Prozent machen mittlerweile die erneuerbaren Energien am Gesamtstromverbrauch in der Püttstadt aus.
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 Im Jahr 2018 erzeugten ihm zufolge 24 Windenergieanlagen mit einer installierten Leistung von 36 950 Kilowatt 61 Millionen Kilowattstunden Strom im Stadtgebiet Beckum. Dies entspricht einem Anteil von 46 Prozent am Gesamtstromverbrauch in Beckum (ohne Zementwerke). Zusammen mit Photovoltaik- und Biogasanlagen machten die erneuerbaren Energien einen Anteil von etwa 64 Prozent am Gesamtstromverbrauch aus.

Repowering-Verfahren in Vellern

 Im Jahr 2020 wird Strothmann zufolge durch ein Repowering von sechs Windenergieanlagen zugunsten von zwei Windenergieanlagen der neuesten Generation im Windvorranggebiet bei Vellern sowie der Errichtung von weiteren drei Windenergieanlagen im Südwesten im Bereich der A 2 und dem Mühlenweg die Stromerzeugung durch Windenergie auf mehr als 100 Millionen Kilowattstunden gesteigert. Zusammen mit Photovoltaik- und Biogasanlagen machen die erneuerbaren Energien am Gesamtstromverbrauch dann einen Anteil von etwa 90 Prozent aus.

Förderung von E-Fahrzeugen

Im Rahmen der Förderung zum „Masterplan 100 % Klimaschutz“ ist ein Zuschuss von 50 Prozent für die Anschaffung von E-Fahrzeugen für den städtischen Fuhrpark gewährt worden. Die Kosten für drei Elektrofahrzeuge für den städtischen Fuhrpark sowie ein Fahrzeug für den städtischen Abwasserbetrieb belaufen sich laut Strothmann auf etwa 125 400 Euro. Bei einer Förderung von 50 Prozent liegt der Eigenanteil der Stadt Beckum somit bei etwa 62 700 Euro. Der jährliche CO2-Ausstoß der drei Altfahrzeuge von insgesamt 3138 Kilogramm lässt sich für die Elektrofahrzeuge unter Annahme der gleichen jährlichen Laufleistung und mit Bezug von Ökostrom um fast 90 Prozent auf nur noch 320 Kilogramm pro Jahr reduzieren, erklärte er.

Förderprogramm wird gut angenommen

Darüber hinaus sei die städtische Förderung von Lastenfahrrädern und Fahrradlasten-/Kinderanhängern zu Beginn des Jahres angelaufen. „Das Förderprogramm ist Stand Mai sehr gut in der Beckumer Bevölkerung angekommen. Aktuell sind 15 Anträge für einen städtischen Zuschuss eingegangen“, erklärte Strothmann. Davon seien neun Anträge für ein E-Lastenfahrrad sowie fünf für einen Kinderanhänger und einer für einen Lastenanhänger gestellt und bewilligt worden. Damit seien etwa die Hälfte der verfügbaren Mittel verteilt.

Vereine pflanzen Bäume

„Aufgrund der aktuellen klimatischen Situation vor allem im Hinblick auf die heißen Sommer der Jahre 2018 und 2019 ist eine Sensibilisierung der Bevölkerung für Klimaschutz deutlich erkennbar“, betont der Bürgermeister. So seien Anfragen für Baumpflanzaktionen oder Projektideen für den Artenschutz als Projektvorschläge eingegangen. Diese werden derzeit umgesetzt. Beteiligt haben sich bereits der Heimat- und Geschichtsverein Beckum, der Industrieverein Beckum, die Röschinger Stiftung, die Gruppen „Beckumer 4 Future“ und „Beckum bäumt sich auf“.

Projekte in Schulen

Außerdem laufen derzeit weitere Projekte, wie Strothmann betont. Dazu gehöre „Energiesparmodelle an Schulen“, ein Projekt, das im Juli 2019 an den Start gegangen ist. Die Laufzeit beträgt vier Jahre. Das Projekt ruht derzeit aufgrund der aktuellen Situation und soll nach Möglichkeit nach der Sommerpause weitergeführt werden.

Photovoltaik für Sporthallen-Dach

Die Errichtung von Photovoltaik-Anlagen auf städtischen Dachflächen soll darüber hinaus künftig weiter vorangebracht werden. Aktuell wird für das Dach der Sporthalle des Kopernikus-Gymnasiums Neubeckum eine Anlage geplant. Eine Umsetzung des Vorhabens ist noch in diesem Jahr vorgesehen.

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