BHKW schont Umwelt und senkt Kosten
Bild: Krogmeier
Das neue Blockheizkraftwerk setzten am Standort Neubeckum (v. l.) Dr. Dietmar Schulz, Stefan Wolter, Hubert Dierkes und Frank Rouss gemeinsam offiziell in Betrieb.
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Und die Vorteile, die diese umweltfreundliche Anlange für den Anlagenbauspezialisten im ThyssenKrupp-Konzern bringt, liegen auf der Hand. Zu einem kann das Unternehmen durch den Umstieg auf die neue Anlage jährlich rund 3,5 Millionen Kilowattstunden an Primärenergie einsparen. Zum anderen sinkt auch der Ausstoß von Kohlendioxid um mehr als 20 Prozent, was die Umwelt erheblich entlastet. Die Energiekosten am Standort können dadurch um 500 000 Euro pro Jahr auf fast die Hälfte der bisherigen Kosten gesenkt werden.

„Wir haben in das neue Energiekonzept rund 2,8 Millionen Euro investiert und freuen uns, dass wir mit der Inbetriebnahme des neuen Blockheizkraftwerks einen weiteren großen Schritt zur umweltfreundlichen Energieversorgung gehen.“ Frank Rouss, seit 1. Oktober neuer CEO der Business Unit Cement von Thyssen-Krupp Industrial Solution, machte deutlich, dass man damit einen weiteren großen Schritt zur umweltfreundlichen Energieversorgung gehe und gleichzeitig die Energie- und Betriebskosten am Standort deutlich senke.

„Projekt mit Leuchtturm-Charakter ist umgesetzt“

Zusätzlich zu der bereits vorhandenen Photovoltaikanlage wurden am Standort Neubeckum neben dem Einbau des neuen Blockheizkraftwerks auch die Gebäudeleittechnik optimiert sowie eine Lüftungs- und eine Kälteanlage ausgetauscht. Die Beleuchtung im Innen- und Außenbereich wurde fast vollständig auf LED umgestellt. Die neuen Anlagen installierte der beauftragte Projekt-Partner Siemens innerhalb einer rund zehnmonatigen Planungs- und Bauzeit. Dabei wurde vorrangig mit regionalen Handwerksbetrieben zusammengearbeitet, wurde gestern bei der Inbetriebnahme deutlich.

„Das ist ein Projekt mit Leuchtturm-Charakter“, machte bei der Begrüßung Projektleiter Carsten Horenburg mit Blick auf das neue BHKW deutlich. Erst 2014 habe man den Wettbewerb ausgeschrieben, den schließlich die Firma Siemens gewonnen habe.

Energieeffizienz sei für das Unternehmen ein wichtiger Punkt, führte Dr. Dietmar Schulz (Head of Special Technologies Cement, ThyssenKrupp Industrial Solutions) aus. „Wir wollen uns konzernweit bis zum Jahr 2020 um 3,5 Terawattstunden verbessern, das entspricht dem durchschnittlichen Jahresverbrauch von 700 000 Vierpersonen-Haushalten.“ Das sei ein ehrgeiziges Vorhaben, dem jetzt in Neubeckum Taten gefolgt seien.

„Dieses Energiesparprojekt ist der Beweis dafür, dass das Unternehmen den Mut zu konkreten Maßnahmen für den Umweltschutz und die Ressourceneinsparung hat.“ Hubert Dierkes, Niederlassungsleiter der Firma Siemens in Münster und Essen, machte deutlich, dass die Schonung der Ressourcen zugleich den Begleiteffekt bringen, Geld einzusparen. Er erläuterte, dass mit dem BHKW rund 50 Prozent des Strombedarfs des Unternehmens erzeugt werden könne.

Nicht nur das BHKW habe Siemens für den Auftraggeben ThyssenKrupp eingebaut. Auch die Kältemaschine und Lüftungsanlagen seien erneuert worden, stellte Dierkes weiter fest. Zudem sei fast die komplette Beleuchtung in den Werkshallen und Büros durch LED-Technik ausgetauscht worden. „Das Projekt wurde innovativ und zukunftsorientiert umgesetzt“, stellte der Siemens-Niederlassungsleiter fest, „das ist auch der Beweis dafür, dass sich Umweltschutz und industrielle Produktion nicht ausschließen.“

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