Bäche zu einem breiten Strom vereinen
Bild: Krogmeier
Mit einem Buch über den Prudentiaschrein begrüßte (v. l.) Bürgermeister Dr. Karl-Uwe Strothmann Propst Rainer B. Irmgedruth in Beckum.
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Auch die drei Gemeinden sollten Eigenes bewahren und sich dennoch zu einem breiten Strom vereinigen. „Ich komme im Vertrauen, dass ich nicht erst die Brücken bauen muss. Viele haben die Fundamente bereits gelegt.“ Rainer B. Irmgedruth wurde am Sonntag in einem beeindruckenden Festhochamt von Dechant Pfarrer Karl-Hermann Kemper aus Oelde in sein neues Amt eingeführt.

Im Beisein der Gemeinde, zahlreicher Bannerabordnungen der Vereine und Verbände, seiner Weggefährten aus Mettingen und zahlreicher Gäste hob Kemper hervor, dass sich der neue Propst als ein Brückenbauer in seine neue Gemeinde einbringen werde. Zugleich dankte er Kaplan Robert Winschuh, der als Pfarradministrator gewirkt hatte, und dem ganzen pastoralen Team für die geleistete Arbeit während der Vakanzzeit.

„Ökumene, das ist ein Blick, den wir auftun müssen.“ In der Predigt legte der neue Propst einen Schwerpunkt auf diesen Bereich der Zusammenarbeit. Es sei für alle bereichernd, anderen interreligiös zu begegnen. Er sei froh und dankbar, in einer mit 14 800 Christen großen Gemeinde seinen Dienst tun zu können, machte Irmgedruth deutlich. „Ich empfinde Dank dafür, dass wir hier miteinander neu starten wollen.“

Propst auf den Karneval vorbereitet

„Ich bin froh, dass wir mit Ihnen einen Menschen hier begrüßen können, der sehr deutlich sagt, wofür er steht.“ Für die Evangelische Kirchengemeinde hieß Pfarrer Karsten Dittmann den neuen Propst in Beckum willkommen. Wie können wir den Glauben miteinander leben, wie ein friedliches Miteinander in der Gesellschaft erreichen? Diese Fragen warf Dittmann auf. „Wir sollten Impulse im ökumenischen Miteinander der Menschen in dieser Stadt setzen“, gab er eine Antwort auf die Fragestellungen.

„Sie werden hier auf eine sehr engagierte Gemeinde treffen, die Ihnen immer kooperativ zur Seite stehen wird und mit der Sie viel bewegen können“, stellte Bürgermeister Dr. Karl-Uwe Strothmann in seinen Begrüßungsworten fest und verwies auf viele Berührungspunkte zwischen Kirche und Stadt.

Für die Propsteigemeinde hieß Mechthild Cappenberg, Stellvertretende Vorsitzende des Kirchenvorstands, den Propst in der Püttstadt willkommen. Er sei auf Beckum und den Karneval gut vorbereitet, stellte sie fest. Schon im Priesterseminar habe Irmgedruth das „Rumskedi“ kennengelernt. Als Begrüßungsgeschenk überreichte sie ihm einen Spaten und einen Apfelbaum für den Pfarrgarten. Bei Kaplan Robert Winschuh bedankte sich Cappenberg mit einem „Schüppchen“ für die geleistete Arbeit.

An der musikalischen Gestaltung des Festhochamts in St. Stephanus wirkten Projektchor, Choralschola und Bläserensemble unter der Leitung von Christopher Bönninghoff, der Chor „Second Voice“ mit Thomas Niehaus sowie die Jugendband unter Leitung von Nathalie Rath mit.

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