Bankkunden haften für Falschgeld
Jede Euro-Banknote hat mehrere Echtheitsmerkmale. Dennoch tauchen immer wieder Blüten in Beckum auf.

In der Regel werfen unsere Prüfmaschinen 20- und 50-Euro-Scheine aus“, erklärt Michael Aringhoff von der Innenrevision der Volksbank Beckum. Gefälschte 20- und 50-Euro-Scheine. Dass Fälscher diese Banknoten am häufigsten nachmachen, bestätigt auch Jochen Holtmann, Kassierer bei der Sparkasse Beckum-Wadersloh. Bei größeren Scheinen würden Einzelhändler und Dienstleister misstrauisch. Kaum ein Geschäft nehme 100-Euro-Scheine an, geschweige denn Banknoten mit größerem Wert. Deshalb sind auch deren Fälschungen schwer in Umlauf zu bringen. „In meiner Laufbahn habe erst einmal einen falschen Hunderter gehabt“, sagt Holtmann.

Die lokalen Geldinstitute bestätigen den bundesweiten Trend: Auch in Beckum war schon mehr Falschgeld im Umlauf als in diesen Tagen. „Im Moment herrscht relative Ruhe“, sagt Jochen Holtmann. Relativ – vor zwei Wochen sei mal wieder ein „falscher Fünfziger“ dabei gewesen. Auch bei der Volksbank hält sich die Zahl der Blüten in diesem Jahr bislang in Grenzen: zwei 50-Euro-Scheine, ein Zwanziger und ein Zehner hat die Maschine 2012 bislang gefunden. „Unauffällig“ nennt Michael Aringhoff diese Zahl. Findet ein Prüfautomat Falschgeld, schickt das Kreditinstitut dieses zur Bundesbank. Die überprüft die Blüten noch einmal. „Für gewöhnlich bestätigt sich der Verdacht“, sagt Jochen Holtmann. Erst einmal sei ein 500-Euro-Schein zurückgekommen. Der war tatsächlich echt und wurde dem Kunden erstattet.

Den Verlust für das Falschgeld trägt der Kunde, der das Geld einzahlen wollte. Meistens seien das Geschäftskunden, Supermärkte etwa, erklärt Holtmann. Den Betrag der „Blüten“ zieht die Bank dem Kunden ab. Euro-Scheine haben stets mehrere Echtheitsmerkmale: Hologramme, Farbwechsel und Reliefs etwa.

Genauer informiert darüber die Bundesbank im Internet. Weitere Infos unter www.bundesbank.de.

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