Baustart-Motto: Kinder, Kirche, Kita
Bei der ersten Besichtigung des künftigen Martinskindergartens: Leiterin Beate Beuse und Reinhold Gierse von Heckmann Bau mit (v. l.) Paul, Ilkay, Maja, Emilia, Emea, Lena, Frieda und Ciara.

Und so stimmten sie das Lied „Große Steine, kleine Steine“ an und führten dabei vor, was alles erledigt werden muss, wenn ein Haus gebaut wird. Der Schauplatz war für die Kinder und ihre Erzieherinnen ein ganz besonderer: Sie besichtigten auf Einladung des Unternehmens „Heckmann Bauland und Wohnraum“ ihre künftige Einrichtung in der ehemaligen Martinskirche.

Die Firma hatte zur Baustart-Feier der etwas anderen Art bei Limo und Plätzchen gebeten. Geschäftsführer Reinhold Gierse hieß die Gäste aus Kindergarten und Pfarrgemeinde St.Stephanus sowie den Architekten Matthias Fritzen willkommen. „Ihr bekommt einen ganz tollen Kindergarten“ verhieß er den kleinen Zuhörern.

Auch wenn es bis zum Einzug noch etwa ein Jahr dauert – der Kirchenraum hat sich schon stark verändert. An den Längsseiten des Kirchenschiffs sind die Durchbrüche geschaffen, den Dachfirst zieren Oberlichter und erste Innenmauern sind bereits hochgezogen. Dass an diesem Standort auf dem 3000 Quadratmeter-Grundstück lediglich drei statt der ursprünglich angedachten sechs Gruppen Platz finden, ist dem Denkmalschutz geschuldet, wie Klaus Fernkorn als Vertreter des Kirchenvorstands erklärte. Fernkorn erinnerte an die lange Planungsgeschichte für die Liegenschaft nach Profanierung der Martinskirche. Prämisse sei dabei stets gewesen, das Gebäude zu erhalten. Eine Nutzung als Veranstaltungshalle wurde in der Folge ebenso verworfen wie der Einbau von Wohnungen. Die Unterschutzstellung nach Verkauf an Heckmann machte anschließend Umplanungen erforderlich und verzögerte das Projekt.

Rund 550 Quadratmeter Nutzfläche wird den drei in der Martinskirche entstehenden Kita-Gruppen im Erdgeschoss zur Verfügung stehen. Etwa ebenso groß wird die geplante Spiel- und Bewegungsfläche in der zweiten Ebene ausfallen. Etwa 1,5 Millionen Euro werden investiert, um das ehemalige Kirchengebäude seiner neuen Nutzung zuzuführen. Die drei entstehenden Gruppen nehmen 65, teils unter dreijährige, Kinder auf.

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