Bauverkehr ausschließlich über Oststraße
Die schematische Darstellung zeigt, wie die Rutsche für das Freibad Beckum geplant ist: Von der bisherigen Empore starten die Nutzer auf die 33,5 Meter lange Strecke, die zwei 90-Grad-Kurven aufweist. Bis zum Eintauchen ins Becken überwinden sie einen Höhenunterschied von 4,05 Metern. Insgesamt 143 000 Euro sind an Baukosten im Wirtschaftsplan vorgesehen.

Denn die große Baustelle wird allein von der Oststraße aus bedient werden, wie Heiko Neumüller am Mittwoch im Betriebsausschuss schilderte. Die Fußgängerzonen Nord- und Weststraße sowie die Kirchgasse sollen vom Bauverkehr unberührt bleiben.

Kanalbaumaßnahme in sechs Abschnitten

Die eigentliche Kanalbaumaßnahme möchten die Planer in sechs Bauabschnitten durchführen, wie Neumüller weiter erläuterte. In den Abschnitten eins bis drei wird der Hauptkanal unter dem Marktplatz, etwa in der Flucht der vorhandenen Regenablaufrinnen erneuert. Danach kommt die Herstellung der Hausanschlüsse auf der südlichen Seite an die Reihe. Die etwas zeitintensivere Nordseite folgt. Abschließend werden auf der westlichen Platzseite Tiefbauarbeiten fällig, die die Umgestaltung des Marktes erforderlich machen.

Neumüller betonte, dass durchgehend entweder die südliche oder die nördliche Seite des Marktes begehbar bleiben werden. Die Erreichbarkeit aller Haus- und Geschäftszugänge wird unter anderem durch Baustellenbrücken sichergestellt.

235.000 Euro stehen zur Verfügung

Für die gesamte Maßnahme in der Beckumer Innenstadt stehen laut Stadtverwaltung 235.000 Euro zur Verfügung. Damit ist das Projekt Marktplatz-Kanal zumindest vom Kostenrahmen her eines der kleineren, die der Abwasserbetrieb der Stadt Beckum im kommenden Jahr plant. An der Graf-Galen-Straße zwischen Hausnummer 49 und Kreuzung Harbergstraße, im Zuge der Elmstraße sowie an der Straße Am Volkspark in Neubeckum sind Erneuerungs- und Erweiterungsmaßnahmen geplant, die jeweils teurer werden.

Hintergrund:  

Die Kanalbaumaßnahmen im Überblick:

Graf-Galen-Straße: Erneuerung Mischwasserkanal; Kosten: 330 000 Euro; geplante Bauzeit: 20. April bis Mitte Juli.

Elmstraße: Erneuerung und teilweise Vergrößerung Mischwasserkanal; Kosten: 375 000 Euro; geplante Bauzeit: 6. Juli bis 16. Oktober.

Am Volkspark: Erneuerung des Mischwasserkanals und Verlegung des Regenüberlaufs zum Rückhaltebecken Hellbachtal: Kosten: 958 000 Euro; geplante Bauzeit: 6. Juli bis Dezember.

Neue Rutsche kommt 2021

Auf 33,5 Metern Länge sollen große und kleine Besucher des Beckumer Freibads von der Saison 2021 ins Nichtschwimmerbecken sausen können. 70.000 Euro stellt der städtische Eigenbetrieb Energieversorgung und Bäder im kommenden Jahr, 73.000 Euro im Jahr darauf zur Verfügung. Das erklärte Maria Schlieper vom Fachbereich Finanzen am Mittwoch im Betriebsausschuss, wo sie den Wirtschaftsplan vorstellte. Die Rutsche ist neben einigen kleineren Maßnahmen zur Attraktivierung der Bäder das größte Projekt. Wie Schlieper erklärte, soll die vorhandene Empore als Startpunkt für die Kunststoff-Wasserbahn erhalten bleiben. Sie wird so konstruiert, dass der Auslauf im Wasser parallel zum Beckenrand erfolgt, an dem die beiden Vorgängerrutschen stehen. Sie werden demontiert.

Bei der Refinanzierung der Kosten für die neue Anlage sollen Spendengelder helfen. Wie Schlieper berichtete, betreibt der Förderverein jetzt intensiv Akquise, um möglichst viel Geld für diesen Zweck einzuwerben.

Dem Wirtschaftsplan für den Bäderbetrieb, der im Erfolgsplan einen Bilanzgewinn in Höhe von 254.270 Euro ausweist, stimmten die Ausschussmitglieder anschließend einhellig zu.

Schuldentilgung in Höhe von 320.000 Euro vorgesehen

Das gleiche gilt für das Finanzkonzept für die städtischen Betriebe. Darin sind Investitionen in Geräte und Maschinen in Höhe von 210.000 Euro und Schuldentilgungen von 320.000 Euro vorgesehen. Die Refinanzierung gelingt laut Wirtschaftsplan, in dem ein Überschuss von 9950 Euro veranschlagt ist.

Auch bei der Beschlussfassung über den Haushalt des Abwasserbetriebs gab es keine Gegenstimmen. Die Ausschussmitglieder empfahlen dem Rat die Annahme der vorgeschlagenen Abwassergebührenerhöhung („Die Glocke“ berichtete).

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