Beckum erhält europäischen Umweltpreis
Preiswürdig: Die Nutzung regenerativer Energien wird in Beckum gezielt gefördert

Der Preis ist zwar nicht mit einem Geldbetrag dotiert, gilt aber als klarer Ausweis für eine erfolgreiche Umweltpolitik auf lokaler Ebene. Gemeinsam mit 22 weiteren Kommunen und Kreisen aus NRW wird die Stadt Beckum für ihre Leistungen durch Umweltminister Johannes Remmel geehrt.

An der Preisverleihung nehmen für die Verwaltung Heinz-Josef Heuckmann, Sabine Neuhaus und Tobias Illbruck sowie Jutta Müller-Knipping von der Energieversorgung Beckum (EVB) teil. Nicht zuletzt inspiriert durch das Scheitern bei der Bewerbung um das Prädikat „Klimakommune NRW“ arbeitet seit vier Jahren innerhalb der Verwaltung ein fachbereichsübergreifendes Energieteam an Verbesserungen und Optimierungen in den Aufgabenbereichen Energieverbrauch, Energiemanagement und Klimaschutz. Ende 2012 wurde die Stadt nach entsprechender Bewerbung um den European Energy Award im Rahmen einer externen Prüfung bewertet. Mit 66 Prozent, oder 287 von 436 möglichen Punkten, wurde dabei der Zertifizierungsstandard erreicht.

Heinz-Josef Heuckmann, Leiter des Fachdienstes Natur und Umwelt, zählte im Gespräch mit der „Glocke“ eine ganze Reihe von Aspekten auf, die die positive Bewertung beeinflussten. Neben der Leitplanung zu Stadtentwicklung, Raumordnung oder Klimaschutz spielen die Fortschritte bei der Gebäudebewirtschaftung und -sanierung eine gewichtige Rolle. Aber auch ökologische Maßnahmen bei der Entwässerung oder die Gründung einer Bürgerenergiegenossenschaft verfehlten ihre Wirkung nicht.

Die Einstellung eines Klimaschutzmanagers fiel außerdem ebenso ins Gewicht wie intensive Öffentlichkeitsarbeit, etwa durch Energieberatungsangebote gemeinsam mit EVB oder Verbraucherzentrale. „Wir haben das erwartet, weil wir uns das erarbeitet haben“, kommentierte Heuckmann die Zuerkennung des Preises. Er sieht die Stadt Beckum auf einem guten Weg, den es freilich konsequent weiterzugehen gelte.

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