Beckum will eine „Smart-City“ werden
Foto: Clauser
Stellen schaffen für das Wirtschaftsförderungskonzept: Das ist ein Ziel, dass unmittelbar mit der Bewerbung für „Smart City“ in Verbindung steht. 1,75 Stellen müssten es schon sein, wie im Vorfeld der Ratssitzung kalkuliert wurde.
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Gemeinsam mit Billerbeck, Drensteinfurt, Siegen, Unna und Winterberg soll Beckum die Coronakrise nutzen, um interkommunal auf vielen Handlungsfeldern neue Wege zu beschreiten. Beantragt haben die sechs Kommunen unter dem Titel „61|6|eins Mitten in die Zukunft“ eine gemeinsame Fördersumme in Höhe von 24 Millionen Euro – bei etwa 32 Millionen Euro Gesamtkosten.

„Zukunftsweisendes Projekt“

„Smart City ist ein spannendes und im besten Sinne zukunftsweisendes und nachhaltiges Projekt, mit dem Beckum einen gewaltigen Schritt nach vorne machen wird“, meint Bürgermeister Michael Gerdhenrich, der sich wie der Rat Impulse für die Weiterentwicklung erhofft.

Sollten die Fördergelder aus dem Programm „Gemeinsam aus der Krise: Raum für Zukunft“ vom Bundesministerium des Inneren, für Bau und Heimat im Juli bewilligt werden, so wird Beckum im kommunalen Verbund intensiv in einer einjährigen Strategiephase die damit finanzierbaren Projekte ermitteln.

Digitale Transformation der Kommunen

Über allem steht die nachhaltige Gestaltung der digitalen Transformation in den Kommunen. Der Fokus liegt etwa auf dem Aufbau von Beteiligungsstrukturen, der Digitalisierung der Verwaltung, der Stärkung der Wirtschaft und der Innenstädte, der Mobilität und dem Klimaschutz.

Uwe Denkert vom Fachbereich Stadtentwicklung fasst das große Plus des interkommunalen Projekts so zusammen: „Nicht jede Kommune muss für sich das Rad neu erfinden. Wenn Billerbeck beispielsweise einen Digitalladen anbietet, können wir von den Erfahrungen und dem Know-How unmittelbar profitieren.“

Siegen übernimmt die Federführung

Seit 2019 setzen sich die Verbundkommunen, darunter die Stadt Beckum, mit „Smart City“ auseinander. Die Stadt Siegen übernimmt als größte Stadt die Federführung. Wissenschaftlich begleitet werden die „Smart Cities“ vom Institut für Demokratie- und Partizipationsforschung der Uni Wuppertal sowie vom Kompetenzzentrum 4.0 der Fachhochschule Südwestfalen.

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