Beckum wird Energie-Kommune des Monats
Zur Energie-Kommune des Monats wurde die Stadt Beckum für die Wärmeversorgung am Baubetriebshof von der Agentur für Erneuerbare Energien ernannt.

Das stellte Nils Boenigk, Stellvertretender Geschäftsführer der Agentur für Erneuerbare Energien, fest. Die Agentur für Erneuerbare Energien (AEE) zeichnet gestern die 36 000-Einwohner-Stadt für ihr Engagement als Energie-Kommune des Monats aus. Im Jahr 2010 sollten im Rahmen eines interkommunalen Kooperationsprojekts der Baubetriebshof und zwei Gärtnereien Beckums sowie der Baubetriebshof des Kreises Warendorf in einem Neubau zusammengelegt werden.

In der Planungsphase zeigte sich: Eine Wärmeversorgung des neuen Betriebshofes mit Holz und Sonne verringert den Treibhausgasausstoß und die Kosten für den Einkauf fossiler Energieträger. Mit einer Leistung von 126 Kilowatt erzeugt eine Hackschnitzelheizung Wärme und Warmwasser. Die Anlage verwendet ausschließlich Holzabfälle, die bei der Straßen- und Begleitgrünpflege der Stadt anfallen.

Für die Stromversorgung des Baubetriebshofs ist außerdem eine Photovoltaikanlage mit einer Leistung von 119 Kilowatt Peak installiert worden. Die Jahresabrechnung für 2014 zeigt, dass mehr als ein Viertel des erzeugten Stroms selbst genutzt werden konnte. So werden zum Beispiel die von den Mitarbeitern gefahrenen Elektrofahrräder mit dem Strom vom Dach geladen.

Mit Erneuerbaren Energien sparen die Stadt Beckum und der Kreis Warendorf im Vergleich zu den ehemaligen Standorten pro Jahr rund 136 Tonnen Treibhausgas und jeweils rund 100 000 Euro Betriebskosten ein.

„Die interkommunale Zusammenarbeit hat großen Nutzen für alle“, resümierte Beckums Bürgermeister Dr. Karl-Uwe Strothmann. „Aufgrund der positiven Erfahrung stellt die interkommunale Zusammenarbeit ein wichtiges Instrument dar, um die Herausforderungen der Kommune auch mit Blick auf den Klimaschutz meistern zu können.“

Ein vollständiges Portrait der Energie-Kommune Beckum liefert das Onlineportal kommunal-erneuerbar.de.

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