Beckumer Anschläge - Der Wochenrückblick
Stockschießen auf der Minigolfbahn? So könnte es im Naherholungsgebiet Phoenix gehen.

Das sollten sich die verantwortlichen noch einmal gut überlegen. Denn nicht nur der Bau, sondern besonders die Bewirtschaftung könnte sich – wie übrigens auch bei der alternative Minigolf-Anlage – als Hemmschuh erweisen.

Ordentlich geklemmt hat es diese Woche auch bei der Polizei. Dass eine hilfesuchende Bürgerin mit dem Problem eines auf sie eindringenden Trickbetrügers mehr oder minder allein gelassen wurde, hinterlässt einen mehr als schalen Geschmack. Man muss gar nicht mal allzu genau hinhören, um zu vernehmen, dass die Ordnungshüter selbst angesichts von Personalengpässen frustriert sind. Das ist auch nachvollziehbar, liefert aber keine Antwort auf die Frage: Was wäre passiert, wenn es bei dem Notruf um Leib und Leben gegangen wäre? Sagt die Kripo dann auch, dass sie nicht genügend Vorbereitungszeit für einen Einsatz hat? Sicher nicht. Was also hat die Ordnungshüter davon abgehalten, den bereits zur Geldübergabe bestellten und damit auf dem Silbertablett präsentierten Schein-Neffen einzukassieren? Dieser Frage sollte die Polizei intern dringend nachgehen.

Ernüchtern fiel auch die Vorstellung der Firma Aedificia im Hauptausschuss aus – jenes Unternehmens also, das die Entwicklung des Neubeckumer Bahnhofsgebäudes übernommen hat. Die Vision von einem Rucksack-Hotel, das weitere Nutzer des Baudenkmals locken könnte, überzeugte jedenfalls nicht. Unüberhörbar die kritischen Töne aus der Kommunalpolitik, was die „Erfolgsbilanz“ nach zweijährigen Bemühungen – null! – betrifft.

Voran geht es dagegen mit der Wohnbauentwicklung in Beckum. Am Everkeweg und am Südring werden große Grundstücksflächen aus dem Dornröschenschlaf geholt, um sie mit Wohngebäuden unterschiedlicher Größe zu bebauen. Die Nachbarn, das zeigte sich im Stadtentwicklungsausschuss, schauen genau hin, was sich vor ihrer Haustür tut. Fragen stellen durften sie im Ausschuss allerdings nicht.

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