Beckumer Metall wird begehrtes Diebesgut
Geschäftsführer Marco Muscariello ist gebranntes Kind, was den Metalldiebstahl betrifft.

 „Der Diebstahl von Metallen scheint ein Trend geworden zu sein“, stellt Martin Schnafel, Pressesprecher der Kreispolizeibehörde Warendorf, auf Anfrage der „Glocke“ fest. Die Zahlen schwankten zwar, aber in den vergangenen zwei Wochen hätten die Delikte zugenommen. Dabei hatten es die Diebe auf Materialien wie Schrott oder Späne aus Edelstahl, Edelmetallstangen oder Kupferpellets abgesehen – und das gleich tonnenweise.

Dabei gehen die Verbrecher zumeist professionell und zielgerichtet vor. „Sie scheinen in einigen Fällen im Team organisiert zu sein“, vermutet Schnafel. Dennoch sei es schwer, einen Zusammenhang zwischen den Taten herzustellen. Nur so viel steht fest: Es ist eine Szene, in der sich die Einbrecher gut auskennen.

Was Marco Muscariello, Geschäftsführer von BMA Anlagenbau in Beckum, nur bestätigen kann. „Ruhe hat man nie“, bringt er es auf den Punkt. Im vergangenen Jahr hätten Einbrecher Büroräume an Rosenmontag durchsucht. „Man weiß nicht, ob die noch einmal wiederkommen“, sagt er achselzuckend. Der Schrott-Container auf dem Firmengelände sei schon einmal ausgeräumt worden. Die Frage, wie man sich am besten schützen kann, beschäftigt den Geschäftsführer. Er verrät nur so viel: „Wer sich barrikadiert, zeigt zugleich, dass es viel zu holen gibt.“

Martin Schnafel, Pressesprecher der Kreispolizeibehörde, empfiehlt den betroffenen Unternehmen eine Beratung bei der Kriminalprävention. „Dabei können Tipps und Maßnahmen zum Einbruchschutz erörtert werden“, sagt er. Was jeder wissen sollte: Unternehmen dürften wertvolle Rohstoffe nicht auf offen zugänglichen Firmengeländen lagern. Und bei Schlössern und Zäunen sollte man auf Qualitätsware setzen. Sonst haben Einbrecher leichtes Spiel: Organisierte Banden fahren gleich mit Lastwagen vor und hieven wertvolle Materialien auf die Ladefläche.

SOCIAL BOOKMARKS