Beckums Bauern lassen es im Karneval richtig krachen
Bild: Eggert
Erster Auftritt der „Unterwerseberger“, bei ihrem Finale eines schweißtreibenden Eisbärenballetts. Eigens zu diesem Zweck hatten sich die Mannen aus Unterberg und von der Werse zusammengetan.
Bild: Eggert

Der hat zwölf Mitglieder aber gehörte zu keinem Prinzen. Den gibt es bei den Landwirten nicht. Dennoch: gleich zwei Prinzen kamen beim Fest zu Besuch.

Der erste, Hermann-Josef I., hatte befürchtet, sich aus dem benachbarten Warendorf auf einen Gang nach Canossa zu machen. Aber dennoch, der Besuch war für ihn so etwas wie ein Heimspiel. Schließlich ist Hermann-Josef Schulze Zumloh im zivilen Leben Vorsitzender des Landwirtschaftlichen Kreisverbandes Warendorf. Und ein listiger Mensch. Versuchte er doch, die Beckumer zur Teilnahme mit einem Festwagen am Warendorfer Rosenmontagszug zu locken. Der Preis: Ein Fass Bier. Die Aussichten auf Erfolg: sehr hoch.

Der zweite adlige Besuch war natürlich Stadtprinz Peter I. und sein Gefolge. Für ihn gab es ein besonderes Gastgeschenk: Bernhard Kleibolde, der mit Elisabeth Steinhoff und Andreas Tigges wie immer mitreißend durch das Programm führte, hatte die Vorliebe des Prinzen für dessen Garten ausspioniert. Da der Prinz allerdings wenig Zeit für die Gartenarbeit zu haben scheint, erhielt er eine Wahnsinnskonstruktion von einem Mehrzweck-Gartengerät. Und das Angebot der Landjugend, im Frühjahr den Garten auf Vordermann gebracht zu bekommen. Dabei sein soll auch Wolfgang Krogmeier, einer der Präsidenten der Dachgesellschaft, ausgestattet mit einer Sonderversion von Schaufel, die kaum Schaden anrichten werde, so der augenzwinkernde Kleibolde.

Die Landwirte setzen bei der Gestaltung des Programms weitgehend auf Aktive aus eigenen Reihen: Drei Schützenbrüder lösten Logistikprobleme auf der Herrentoilette. Die „Wandervögel“ als ein ganzes Rudel, das sich als Könige der Löwen ausgab, tanzten seinen Beutetanz. Zum ersten Mal vereinten sich die Mannen aus Unterberg und von der Werse zur neuen Gruppe „Die Unterwerseberger“ und zeigten einen umwerfenden Eisbärentanz. Und die Landjugend bewies in gleich zwei Playback-Shows, was in ihr an närrischem Potential steckt. Ganz auf Gäste verzichteten die Landwirte allerdings nicht. Da fügten sich die Tanzgarde der KG „Außer Rand und Band“ und die „Fanatics“ in den Abend ein. Und die beiden „Beckumer Herzbuben“, Propst Irmgedruth und Kaplan Windschuh, debütierten als Gesangsduo. Die Livemusik des Abends kam von Reinhold Hörauf und dem Fanfarencorps Weiß–Rot.

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