Beckums Narren strahlen vor Glück
Zehntausende Zuschauer säumten die Straßen beim Beckumer Rosenmontagszug.

Gemeinsam mit zahlreichen Ehrengästen verfolgte Gericke unter seiner Narrenkappe von der Marktplatzbühne aus den Rosenmontagszug, der einmal mehr viel fürs Auge bot. Neben ihm hatte Beckums Bürgermeister Dr. Karl-Uwe Strothmann den Sombrero als Kopfbedeckung gewählt. Eine letzte kleine Verneigung vor dem scheidenden Zementwerkbetreiber Cemex ? Mit dem Wagen zum Thema „Adios Mexiko - Grüezi Schweiz“ führten sich die Nachfolger vom Holcim-Konzern sozusagen selber ein. Unter den 44 Gefährten fanden sich bei näherem Hinsehen noch einige weitere, die sich mit örtlichem Geschehen auseinandersetzten. Das „Alte Blaue Viertel“ etwa sagte seiner geschlossenen Stammkneipe „Zu den drei Kronen Topp“ Adieu. Der KC Heiterkeit nahm derweil den gesamten Leerstand in der Innenstadt aufs Korn. „Karl-Uwe mach’s Licht aus“ war über den Köpfen der Narren als Botschaft an den Bürgermeister zu lesen.

Dass der keinen leichten Job hat, verdeutlichten die „Heimatlosen“ mit ihren „Beckumer Spitzen“. Geschoben von Schafen rollte der König von Beckum auf den Abgrund Bürgermeisterwahl zu, in dessen Tiefe lokalpolitische Reizthemen von Hundekot bis Uentrop-Beteiligung darauf warten, ihn aufzuspießen.

Längst nicht jedes Wagenbau-Team ließ sich von der Lokalpolitik inspirieren. Bunte Themen vom Dschungelbuch über Sponge-Bob bis hin zum Pumuckl, der in 70 Exemplaren dem Wagen der KG „Uns geht die Sonne nicht unter“ folgte, dominierten den Zug. Dabei ließ die aufwändige Bauweise mehr als einmal staunen. Toll die Achterbahn des TV Beckum, bei der die Fußgruppe als Rummelplatz-Passagiere eine halsbrecherische Choreografie hinlegten. Ein echter Hingucker waren ferner die Kuchenstücke der „Katertänzer“ die hinter der gewaltigen Torte auf ihrem Wagen hertanzten. Aber auch der Pink Cadillac (mit BE-Kennzeichen) von „Wir inne Garage“ oder das gigantische Schwein der KG „Außer Rand und Band“, das das Motto „Beckum im Glück“ aufgriff. erfreuten die zahlreichen Zuschauer. Die waren in jedem Fall im Glück, denn strahlender Sonnenschein begleitete beide Durchgänge, bei denen das närrische Volk ausgelassen dem Stadtprinzen Kai-Uwe I. (Knapheide) zujubelte.

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