Bedürftige gehen in Krise nicht leer aus
Bild: Wille
„Lebens.Mittel.Kisten“ lautet das Motto der Hilfsaktion, die die evangelische Kirchengemeinde Neubeckum in Zusammenarbeit mit dem Edeka Recker in Neubeckum auf die Beine gestellt hat. Carsten Recker und Pfarrer Hendrik Meisel (v. l.) präsentieren die frisch gepackten Kisten für Bedürftige.
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Der Titel  der Aktion lautet: „Lebens.Mittel.Kisten“. Nudeln, haltbares Brot, Konserven mit Obst und Suppen, Marmelade, Milch und Soße – der Inhalt der Kisten macht Bedürftige für einige Tage satt. Sogar auf kleine Leckereien wie Kekse und Schokolade müssen die Beschenkten nicht verzichten.

30 Kisten sind gepackt

Zunächst haben Gemeinde und Edeka Recker 30 Kisten gepackt. „Danach evaluieren wir“, betont Hendrik Meisel. Carsten Recker, Inhaber des Edeka-Markts in Neubeckum, erklärte sich aber im Gespräch mit der „Glocke“ sofort bereit, bei Bedarf weitere Kisten zu packen. „Wir werden das sicherlich fortführen können“, betont er.

Organisation dauert drei Wochen

Bis die „Lebens.Mittel.Kisten“ gepackt waren, vergingen gut drei Wochen. „Solche Angebote vorzubereiten dauert seine Zeit“, erklärt Hendrik Meisel. „Zuerst haben wir uns gefragt, was man braucht, wenn man wirklich gar nichts mehr hat“, sagt der Pfarrer. Dann war es die Aufgabe von Carsten Recker, 30 Kisten exakt mit den selben Produkten zu füllen. Und das war eine kleinere Herausforderung, denn insbesondere Nudeln und Konserven seien nach wie vor schnell vergriffen, wie er betont. „Wir haben etwas gebraucht, bis wir alles zusammen hatten“, erklärt Recker. Aber: „Das große Hamstern ist jetzt zum Glück vorbei.“ In seinem Markt dürfen Kunden beispielsweise nur eine Packung Toilettenpapier kaufen, und auch andere beliebte Waren wie Mehl und Nudeln werden nur in haushaltsüblichen Mengen verkauft.

Pakete für diejenigen, die dringend Hilfe benötigen

Wichtig ist den Helfern, dass die Lebensmittelpakete nur diejenigen erhalten, die die Hilfe dringend benötigen. Wer Bedarf hat, kann sich an die Kirchengemeinde wenden (siehe Hintergrund). „Wir behandeln alle Anfragen natürlich vertraulich“, betont Pfarrer Meisel. Er würde sich wünschen, dass möglichst viele, die von der Aktion erfahren, Menschen, die unkompliziert Hilfe benötigen, davon erzählen. Die Kosten für die Hilfspakete teilen sich die evangelische Kirchengemeinde Neubeckum und der Edeka-Markt zu gleichen Teilen.

Bei Bedarf an Gemeinde wenden

Wer Hilfe in Form von Nahrungsmitteln benötigt, kann sich an das Gemeindebüro wenden unter 02525/2939 oder per E-Mail an anmeldung@evnb.de. Die Kisten können zu den Öffnungszeiten des Büros, montags von 10 bis 12 Uhr, sowie mittwochs von 16 bis 18 Uhr und jeweils am ersten und dritten Freitag im Monat von 8.30 bis 10.30 Uhr abgeholt werden. Ebenfalls ist es möglich, sich die Kiste nach Anmeldung sonntags abzuholen, wenn die Christuskirche für das Gebet geöffnet ist (10.15 bis 11 Uhr). In besonderen Ausnahmefällen, zum Beispiel wenn die Bedürftigen zur Risikogruppe gehören, kann die Kiste auch geliefert werden.

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