„Beicht-Hotline“ für gestressten Pfarrer
Bild: Fernkorn
Die Puppen tanzen ließen (v. l.) Claudia Schnieders, Beate Schlieper, Martina Hinze, Christine Fuest und Hedwig Kissenbeck.
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Für die musikalische Unterhaltung waren Mitglieder der Jugendgemeinschaft Vellern zuständig. Begrüßt wurden die Narren von Marianne Rieping und Pastor Thomas Linsen, der zuvor eine Messe zelebriert hatte. Bevor die „Wild Cats“ aus Roland ihren Gardetanz aufführten, stärkten sich die Narren nach guter alter Tradition mit Rosinenbrot und Kaffee. Die „Wild Cats“ bekamen für ihren tollen Gardetanz viel Applaus.

Beate Pieper als Bauer Bernhard Schulze-Brömmelkamp suchte eine Frau und war auf Brautschau ins Alte Pfarrhaus gekommen. Nicht aber ohne vorher eine Diätkur gemacht zu haben. Das jedoch leider erfolglos, denn Muttern versorgte sie mit Bratkartoffeln und Sahnetorten. Ein Puppentheater der besonderen Art – die Puppen kamen als Schützenthron daher und bestanden aus den Beinen von fünf Darstellerinnen – tanzte den Radetzky-Marsch. Da Pastor Linsen drei Gemeinden betreuen muss, hatte sich die findige Sekretärin im Pfarrbüro überlegt, wie man den Geistlichen entlasten kann. Heraus kam: Die „Beicht-Hotline der Pankratius-Gemeinde“ hilft. Je nach „Vergehen“ war eine Ziffer zu drücken, die Eins für Alkoholmissbrauch oder die Sieben bei Ehebruch. Und in der Endlosschleife läuft „Don’t worry, be happy“ passend dazu. „Einziges Manko: Nur mit dem Bistum war dieser Versuch noch nicht abgesprochen“, erklärte Claudia Schnieders.

Viel Applaus bekam auch Carina Bredenhöller für ihren Auftritt als Helene Fischer. Weiter ging es im Programm mit vier bayrischen Burschen, die mit ihrem Tanz die Bühne rockten. Nach dem Sketch über den Büroschlaf bescherte die Wiener Hofreitschule mit als Lipizanern verkleideten Frauen einen weiteren Höhepunkt. Keine Karnevalsfeier ohne Besuch des Prinzen. Richard II. Niehaus, sein Hofmarschall Volker Drews und Präsident Ralf von Wallis zogen gemeinsam mit dem Kater, dem Stadtelferrat des TV Beckum, der Prinzengarde und den Musikern von „Semper Talis“ ins Alte Pfarrhaus. Zum Abschluss des Programms entpuppten sie sich einmal mehr als Stimmungskanonen.

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