Bootshalle und Campingplatz in Planung
Eine Ausstellungs- und Werkshalle für Sportboote entsteht am oberen Rand des ehemaligen Steinbruchs. Auf dem See werden die dort verkauften und gewarteten Motorboote übrigens nicht eingesetzt.

Nach mehr als einjähriger Vorbereitungs- und Planungsphase hat der Haupt- und Finanzausschuss am Dienstagabend dem Verkauf des annähernd 10 000 Quadratmeter großen Areals an den Investor zugestimmt.

Für die Flumi Wassersport GmbH und die Firma Master Craft Europe hatten Martina Zeuner und Cedric Scholz zuvor die Pläne für den Neubau erläutert. Auf mehr als 1800 Quadratmeter Fläche wird sich der Hallenbau erstrecken. Er umfasst sowohl eine Präsentationsfläche vorrangig für Sportboote, als auch einen technischen Bereich mit Werkstatt für Boote. Daran schließt sich ein großflächiger Lagertrakt für Master Craft-Produkte an. In diesem Gebäudeteil sollen auch die Sanitäreinrichtungen für den Campingplatz sowie Unterkünfte für Saisonkräfte in der Gastronomie am Tuttenbrocksee untergebracht werden.

Der Campingplatz soll 47 Plätze für Reisemobile, Caravans oder Zelte erhalten. Stromsäulen sind dort ebenso vorgesehen wie eine Ver- und Entsorgungsstation für Reisemobile. Der Platz eignet sich für Kurzzeitaufenthalte – also vorrangig für Besucher des Sees und Durchreisende. Die Buchung erfolgt online.

Läuft von jetzt an alles nach Plan, rechnet der Bauherr mit einer Fertigstellung des Projekts im Frühjahr 2022. Investiert werden rund zwei bis drei Millionen Euro, wie Scholz auf „Glocke“-Nachfrage erklärte. Das Unternehmen Master Craft sieht in der Errichtung des Komplexes die Gelegenheit, verschiedene Standorte künftig hier in Beckum zu bündeln und damit unternehmerische Synergien zu erzielen. Damit einhergehen wird die Schaffung einiger zusätzlicher Arbeitsplätze vor Ort, wie Scholz ankündigte.

Die Entscheidung für das Projekt am Seeufer war politisch deswegen etwas diffizil, weil mit dem jetzt beschlossenen Verkauf das einzige für einen potenziellen Hotelneubau geeignete Grundstück an der Oberen Brede für diese Nutzung nicht mehr zur Verfügung steht. Wiederholt gab es in den vergangenen Jahren Interessenten für ein derartiges Vorhaben, realisierbar erschien es am Ende jedoch keinem Investor.

Nachfragen zu den jetzt aktuellen Hallen-Plänen bezogen sich im Hauptausschuss unter anderem auf die Einplanung einer Photovoltaik-Anlage auf dem Hallendach. Die wird im weiteren Verlauf geprüft, sicherte Cedric Scholz zu. Auf die mit 18 Quadratmetern Fläche allzu klein erscheinenden Appartements für Saisonkräfte angesprochen, erklärte Scholz, dass man sich bei der Dimensionierung an gängigen Hotelzimmer-Normen orientiert habe.

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