Buch als Liebeserklärung an den Hund
Bild: Wille
Hildegard Osthoff hat sich mit dem Schreiben ihres Buchs „Ein Hundeleben vom Welpen zum Althund“ einen Traum erfüllt:
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Deshalb machte sich die Beckumerin vor gut drei Jahren auf die Suche nach Vierbeinern, die Protagonisten ihres Buchs „Ein Hundeleben vom Welpen zum Althund“ werden könnten – und fand sie in der Püttstadt und deren Umgebung.

„Sie sind Freunde, sie trösten“

„Hunde rühren mich unheimlich. Sie sind Freunde, sie trösten“, sagt die 80-Jährige mit einem Lächeln. Als Kind habe sie Hunden immer Kleider angezogen und sie im Puppenwagen kutschiert. „Ich habe immer gar nicht verstanden, dass sie herausspringen wollten“, erinnert sich die Beckumerin lachend. Ja, für Hunde konnte sich Hildegard Osthoff schon immer begeistern. Da sie aber eine Allergie, und, wie sie zugibt, nicht die Disziplin hat, den Vierbeiner bei Wind und Wetter auszuführen, entschloss sie sich, den Fellnasen auf anderem Weg Beachtung zu schenken.

Buch vermittelt Wissen

Die Beckumerin liebt das Schreiben. Aus der Feder der pensionierten Realschullehrerin stammen mehrere Bücher. Vor gut drei Jahren erfüllte sie sich dann einen Herzenswunsch und schrieb ein Buch über Hunde. Darin lässt sie viele Vierbeiner zu Wort kommen – aus der Ich-Perspektive. „Ich musste mich dafür in sie hineinversetzen – das mache ich mit Wonne“, erklärt die 80-Jährige. Die Beckumerin betont, dass es sich bei ihrem Werk um ein Buch für Erwachsene handele, das viel Wissen vermittele. Sie habe lange recherchiert und sich unter anderem in Fachzeitschriften informiert, um ein Hundeleben und das Wesen der Tiere fundiert beschreiben zu können.

Vom Welpen zum Althund

Wie ist die Hobbyschriftstellerin wortwörtlich auf den Hund gekommen? Es war wohl die Begegnung mit Lumpus, einem Dackelmischling, die die Beckumerin dazu bewog, den Vierbeinern ein Buch zu widmen. Liebevoll beschreibt Hildegard Osthoff die Sozialisierung des Mischlings, der Hauptprotagonist ihres Buches ist. Sie lernte den Vierbeiner über Bekannte kennen, die direkt begeistert waren, als sie hörten, dass Lumpus eine große Rolle in dem Buch spielen soll. Mit seiner Geschichte beginnt das Buch. Hildegard Osthoff beschreibt detailliert seinen Lebensweg vom Welpen in der Wurfbox bis zum Althund, der einen Schlaganfall erleidet.

Interviews mit den Besitzern

Ein Hund allein füllt noch kein ganzes Buch. Also muss er Artgenossen treffen. Jede Figur des Buchs gibt es wirklich, Hildegard Osthoff kennt deren Besitzer, oder hat diese spontan angesprochen. Um die Geschichte entwickeln zu können, traf sie Herrchen und Frauchen. „Ich habe mit allen Interviews geführt“, sagt die 80-Jährige. In ihrem Buch finden sich auch bekannte Vierbeiner wieder. Zu ihnen gehören die Jagdhunde Beppo und Dago – die damaligen Hunde der Hotelinhaber Elmar und Anke Samson – in der Püttstadt bekannte Gesichter. Bei der Beschreibung der Hunde legte Hildegard Osthoff großen Wert darauf, dass deren Aufgabe, die Jagd, fachlich korrekt dargestellt wird. „Da habe ich unheimlich viel gelernt“, sagt sie.

„Hunde sind meine Liebe“

Auch andere Hunde werden mit ihren rassetypischen Merkmalen im Buch dargestellt. Die Beckumerin betont, dass auch langjährige Hundehalter beim Lesen etwas lernen könnten. So enthalte ihr Buch auch wissenswerte Details, erklärt sie. Der ein oder andere mag die Idee, Hunde aus ihrer Sicht erzählen zu lassen, komisch finden. Die Beckumerin sieht das anders: „Ich hätte auch über etwas Anderes schreiben können. Aber Hunde sind meine Liebe“, sagt sie lächelnd.

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