CDU Beckum muss Wahlplakate überkleben
Die Ampel steht auf Rot: Die Stadtverwaltung Beckum hat der CDU untersagt, das Stadtwappen für ihre Wahlkampfkampagne zu nutzen. Ein Antrag wurde abgewiesen. Das Bild zeigt den Eingang des Rathauses.

Dass die Partei keine rückwirkende Nutzungsgenehmigung erhält, geht aus einem Schreiben der Stadtverwaltung hervor, das der „Glocke“ vorliegt. Bislang war die CDU jedoch davon ausgegangen, dass sie die Erlaubnis habe. Umso überraschter zeigte sich CDU-Stadtverbandsvorsitzender Christoph Pundt im Gespräch mit der „Glocke“. Darüber, ob es zu einem Missverständnis zwischen Stadtverwaltung und CDU bei der Prüfung der Anträge gekommen ist, lässt sich nur spekulieren. Fest steht, dass die Partei letztlich zwei Anträge zur Nutzung des Wappens eingereicht hat. Einer betraf die Verwendung auf einer Jungwählerkarte. Der andere bezog sich auf die allgemeine Nutzung im Wahlkampf.  Während die Zustimmung für die Jungwählerkarte weiterhin Bestand hat, um unter anderem der Wahlmüdigkeit entgegen zu wirken, steht die Ampel beim zweiten Antrag auf Rot.

Das hat Folgen für den Wahlkampf der CDU: Die Plakate bekommen Aufkleber, damit das Stadtwappen nicht zu sehen ist. „Teilweise müssen wir Materialien auch neu drucken“, sagte Christoph Pundt. Die Werbeagentur B&S aus Münster betreut die Kampagne der Partei.

Holger Klaes, allgemeiner Vertreter des Bürgermeisters der Stadt Beckum, äußerte sich auf Nachfrage nicht zu konkreten Anträgen einzelner Parteien. Er bestätigte lediglich, dass es zwei Anträge gegeben habe und erläuterte den rechtlichen Rahmen für die Nutzung des Stadtwappens.

SPD-Fraktionsvorsitzender Karsten Koch, der durch seine Nachfrage beim Bürgermeister zur Nutzung des Stadtwappens die Debatte mit ins Rollen gebracht hatte, pochte auf die Gleichbehandlung aller Parteien in Beckum. Er räumte ein, dass die SPD vor der Kommunalwahl am 25. Mai „in ein Wespennest gestochen“ habe.

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