Cemex investiert 20 Millionen Euro
Bild: Krogmeier
Um die neue Technik im Werk Kollenbach der Firma Cemex West-Zement GmbH künftig nutzen zu können, müssen auch die Energieversorgungsleitungen auf dem Werksgelände erweitert werden. .
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Das machte jetzt Cemex-Geschäftsführer Diplom-Ingenieur Henning Weber im Gespräch mit der „Glocke“ deutlich. In das Gesamtpaket „Modernisierung des Werks Kollenbach“ sind drei richtungsweisende Änderungen geschnürt. Verbunden sind diese Umbauten mit zwei Änderungen im Produktionsverfahren.

Zum einen wird Cemex eine Erhöhung der Tagesproduktion um fünf Prozent von zurzeit 3000 Tonnen auf 3150 Tonnen pro Tag genehmigen lassen. Diese Tagesproduktion würde sich jedoch kurzfristig nicht auf die Jahresleistung auswirken. Zum anderen ist eine Erhöhung des Einsatzes von Sekundärbrennstoffen von 80 Prozent auf 100 Prozent der Feuerungswärmeleistung beabsichtigt. Um diesen Anteil zu erreichen, würden auch Papierschlämme eingesetzt. Voraussetzung: Eine Mahltrocknungsanlage wird installiert. Durch die neue Technik würde trotz der gering gestiegenen Tagesproduktion der CO2-Ausstoß erheblich zurückgehen.

Welche technischen Änderungen sind geplant? Auch dazu machte Henning Weber klare Aussagen. Zum einen sollen die Abgaseinrichtungen durch den Einbau eines Katalysators im Highdust-Verfahren sowie die damit verbundenen Änderungen an der obersten Zyklonstufe des Wärmetauschers erfolgen. Zudem wird der derzeitige sogenannte Nachschaltelekrofilter durch einen Gewebefilter ersetzt.

Zum zweiten soll der vorhandene Rohrkühler durch einen Schubbodenkühler mit einem dazugehörigen Kühlgebläse, dem weiteren Gewebefilter und einem neuen Kühlerabgaskamin ausgetauscht werden. Durch diesen Rohrkühler ergibt sich zugleich eine bessere Wärmerückgewinnung aus dem heißen Klinker.

Wie auch im bestehende Rohrkühler wird der Klinker von kalter Luft umspült. Diese Kühlluft heizt sich dabei auf und dient anschließend als Verbrennungsluft im Ofen. Nachdem im neuen Kühler dem Klinker wesentlich effizienter die Wärme entzogen wird, erhitzt sich umgekehrt deutlich stärker die Kühlluft. Dies führt zu einem geringeren Brennstoffeinsatz. Zusätzlich bietet der neue Kühler die Möglichkeit, einen Teil der heißen Luft zur Produktion von Strom zu nutzen. Eine solche Anlagentechnik würde allerdings erst in einem zweiten Schritt nach Inbetriebnahme der Anlage implementiert.

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