Dem Abbau folgt die Renaturierung
Bild: Krogmeier
Im Beckumer Steinbruch „Nord“ erläuterte Henning Weber, Geschäftsführer der Firma Cemex West-Zement GmbH, die Abbau- und Renaturierungspläne.
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 Kalksteinabbau und die anschließende Renaturierung der genutzten Flächen gehen auch in diesem Bereich Hand in Hand. „Wir bauen abschnittsweise ab“, machte Cemex-Geschäftsführer Henning Weber am Freitag im Gespräch mit der „Glocke“ deutlich. Somit kann der anfallende Abraum direkt in den bereits abgebauten Renaturierungsbereich fließen. „Somit können wir die jeweiligen Abbauphasen minimal halten“, führte Weber weiter aus.

Die beiden vorhandenen Renaturierungspläne seien jetzt optimal aufeinander abgestimmt, erläuterte der Geschäftsführer. Auf der einen Seite werde im Bereich Kollenbach 2 eine Seenfläche entstehen. Auf der anderen Seite werde man den Bruch „Nord“ verfüllen. Um eine Abgrenzung zwischen diesen beiden Bereichen zu erhalten, werde ein Wall an der Abbruchgrenze des Steinbruchs „Nord“ stehen bleiben. „Als Übergang werden wir eine Flachpufferzone schaffen und den gesamten Bereich naturnah gestalten“, blickte Weber in die Zukunft. Da an dieser Stelle von der Stadt Beckum auch eine Verlängerung der Pflaumenallee geplant sei, könne man so eine deutliche Erhöhung des Erholungs- und Naturschutzwerts erreichen.

In den kommenden drei Jahren wird die Firma Cemex West-Zement GmbH zunächst schwerpunktmäßig auf einer Fläche von mehr als zwei Hektar hinter dem Kaufland an der Grevenbrede den Kalkstein aus dem Boden abbauen. „Das machen wir auf Wunsch der Stadt Beckum“, erläuterte Henning Weber die Gründe für diese gewählte Reihenfolge. Die Stadt entscheide hier auch über die Nachfolgenutzung des kompletten Geländes. Hier sei in der Zukunft nach dem Renaturierungsplan sowohl eine landwirtschaftliche als auch eine gewerbliche Nutzung möglich.

Parallel dazu baut Cemex aber auch wie vereinbart im Steinbruch Kollenbach 2 die Trasse für die dort geplante Umgehungsstraße B 58n ab. Bis Ende 2015 will das heimische Unternehmen mit dem Freischnitt dieser Trasse fertig sein, bestätigte Weber im Gespräch mit der „Glocke“. Dann wird der Landesbetrieb Straßen NRW an dieser Stelle die benötigten Voraussetzungen vorfinden, um die in Beckum seit Jahrzehnten geforderte Umgehungsstraße zu bauen.

In der daran folgenden Phase werden schließlich die Abgrabungen in Richtung Oelder Straße in Angriff genommen. Hier wird man auf einer Zeitschiene von etwa vier Jahren tätig sein. Die Wohnbebauung an der Oelder Straße wird man somit nicht vor dem Jahr 2020 erreichen.

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