„Die Gewitterwolke war der Hammer“
Ein spektakuläres Foto von der Gewitterwolke über Beckum ist Timon Swiatek aus Neubeckum gelungen.

 „Der Himmel ging auf, der Regen kam runter, dann noch Hagel dazu, und dann floss es nur noch“, blickt die Beckumerin auf das lokale Unwetter zurück. Aus dem Hagel bildeten sich dünne Eisschollen, die mit dem Wasser Zentimeter hoch durch die Oststraße flossen. Brigitte Pumpe nahm mit ihrem Handy Fotos und Videos auf. „Ich hatte schon große Angst, dass bei uns Wasser ins Haus läuft“, sagt sie. Dies sei bei dem Unwetter im August der Fall gewesen, doch nun sei „Gott sei Dank“ alles im Haus trocken geblieben. Draußen aber habe es ausgesehen, „als wäre der Winter eingebrochen. Wir haben nachbarschaftlich Gullis freigeschaufelt, damit das Wasser ablaufen kann.“

Ortsteile bleiben verschont

Kurz vor dem Unwetter war Martin Franzke noch im Beckumer Sportclub trainieren. „Die Gewitterwolke war der Hammer, ein irres Bild. Sie zog dann seitlich in Richtung Innenstadt“, schildert der Roländer seine Beobachtungen. Seit 2001 hat Martin Franzke, der als Leiter im Bereich Qualitätswesen beim Zementwerk in Erwitte tätig ist, eine genormte Wetterstation in seinem Garten. Jede Minute zeichnet sie Wetterdaten auf und lädt sie viertelstündlich ins Internet (abrufbar unter www.fit2run-beckum.de/laufwetter). „Wir hatten bei uns 6,2 Liter pro Stunde, das ist Starkregen. In Beckum müssen es bestimmt 30 bis 40 Liter pro Stunde gewesen sein, stellenweise sogar noch deutlich mehr“, stuft Franzke das Wettergeschehen ein. „Das war schon echt heftig.“ Roland sei aber weitestgehend verschont geblieben.

Viel Arbeit für den Beckumer Bauhof

14 Einsätze fuhr die Beckumer Feuerwehr am Donnerstagabend, zu Spitzenzeiten mit vier Fahrzeugen. 22 Kameraden waren im Einsatz. Am Freitag habe man noch einen umgestürzten Baum auf einem Wirtschaftsweg entfernt, erklärte Feuerwehrmann Stefan Sander auf Nachfrage.

Viel zu tun gab es am Tag nach dem Unwetter für den Beckumer Bauhof. „Die Kollegen werden heute viele Abläufe vom Laub befreien“, stellt Gaby Trampe, Pressesprecherin der Stadt, heraus. Ansonsten ist Beckum aber glimpflich davon gekommen. Mehr oder weniger große Wasserschäden hat es im Rathaus, in der Martinsschule, im Alten E-Werk und in der Kita „Die kleinen Strolche“ gegeben.

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