Dieter Gailus zum Festmanager berufen
Beim Festumzug durch Beckum im Jahr 1924 wurde auf einem Wagen nachgespielt, wie die Stadtrechte 1224 verliehen wurden. Zu sehen sind Knappen, städtische Vertreter und der Bischof von Münster. Aktuell ist eine Diskussion darüber entbrannt, wie das Jubiläum zum 800-jährigen gefeiert und vor allem geplant werden soll.

Um möglichst zeitnah mit der Planung zu beginnen, habe er sich entschieden, seinen persönlichen Referenten Dieter Gailus mit der Aufgabe des Festjahr-Managements zu betrauen und ihn für diese Tätigkeit freizustellen. „Die Verwaltung nimmt die Kritik an, dass der Vorschlag, diese Position extern zu besetzen, nicht gewünscht ist. Die vielen Meinungsbekundungen haben das in der letzten Tagen deutlich gezeigt“, erklärte Gerdhenrich auf Nachfrage der „Glocke“.

Der Vorschlag sei von dem Wunsch getragen gewesen, mit externer Sachkompetenz und Erfahrung bei der Konzeptionierung und Organisation Unterstützung zu erlangen. „Dass auch bei einer externen Unterstützung die vielen Handelnden in unserer Stadt selbstverständlich mit einbezogen worden wären, war selbstverständlich und ist an keiner Stelle anders vertreten worden“, unterstreicht der Bürgermeister. Dieter Gailus sei Beckumer und als langjähriger Mitarbeiter in der Verwaltung ein erfahrener und kompetenter Kollege, der eine ausgeprägte Affinität zu geschichtlichen und organisatorischen Bezügen habe. „Selbstverständlich wird auch er von den Fachkräften aus den Bereichen Stadtmarketing und Kultur nach Kräften unterstützt, gegebenenfalls bedarf es in der Umsetzungsphase auch in Einzelfällen der Hinzuziehung von professionellen Veranstaltungsprofis“, präzisierte Gerdhenrich. Die derzeitigen vielfältigen Aufgaben des persönlichen Referenten würden priorisiert und möglichst im Hause, unter Umständen auch mit der Anordnung von Überstunden aufzufangen versucht.

An der Einschätzung, dass es einer gesonderten Stelle bedarf, um das herausragende Jubiläum und die Hansetage zu organisieren und durchzuführen, hat sich nichts geändert, wie Gerdhenrich hervorhob. „Wir rechnen an verschiedenen Tagen im Jubiläumsjahr mit deutlich mehr Besuchern als zu Rosenmontag. Die Stadt Warendorf konnte beispielsweise zu ihren Hansetagen mehr als 100 000 Besucher begrüßen. Die Organisation und vor allen Dingen die Einbeziehung der verschiedenen Gruppen, Vereine und Institutionen erfordert einen langen Vorlauf und Abstimmungsbedarf.“ Es sei das Ziel der Verwaltung, dass möglichst viele Interessierte sich einbringen können. Allerdings müssen diese Gruppen zusammengeführt und unterstützt werden. Die frühzeitige Einbeziehung der Politik und anderer Gruppen, davon zeigte sich Gerdhenrich überzeugt, wird durch die Freistellung von Dieter Gailus gewährleistet.

SOCIAL BOOKMARKS