Dr. Martin Gesing ist neuer Amtmann
Bild: Krogmeier
Amtswechsel beim Beckumer Krameramt: (v. l.) Wilhelm Beese, Moritz Oberwittler, Bernhard Heimann, Hans Sütfeld, Amtmann Dr. Martin Gesing, Heino Feldmann und Bernd Südbeck.
Bild: Krogmeier

Der Wechsel an der Spitze des Krameramts, dessen Geschichte bis ins Jahr 1224 zurückreicht, hat im Mittelpunkt der Amtsversammlung gestanden, zu der sich die Mitglieder im Hotel „Zur Windmühle“ bei Nettebrock versammelten. Mit der Übergabe der schmucken Amtskette und einem kräftigen Schluck aus den Trinkbechern des Tafelsilbers, das ansonsten seinen Platz im Stadtmuseum hat, wurde diese Zeremonie gemäß der Satzung „gegen Mittag“ feierlich vollzogen.

Weitere Wechsel standen während der Versammlung im Blickpunkt. Die Aufgaben der beiden bisherigen Amtsknechte Moritz Oberwittler und Wilhelm Beese führen seit gestern Heino Feldmann und Bernd Südbeck aus. Auch hier gibt es jeweils jedes Halbjahr einen Wechsel.

Am Beginn des Festtags stand auch am Montag ein Hochamt, das Propst Rainer B. Irmgedruth in der Propsteikirche St. Stephanus gemeinsam mit den Amtsbrüdern unter dem Leitwort „Die Zeit, die Kalender und das Krameramt“ feierte. Dabei wurde deutlich, dass man in dieser Gemeinschaft an der alten Tradition festhalte und das neue Jahr nach Heilige Drei Könige beginne.

In der Versammlung stand auch in diesem Jahr die Aufnahme neuer Mitglieder auf der Tagesordnung. Nach der Überlieferung stimmen die Amtsbrüder immer durch die Abgabe einer weißen oder schwarzen Bohne über die Bewerber ab. Diesmal gab es überdeutliche Mehrheiten, also weiße Bohnen, für die beiden Kandidaten. Dr. Hans-Heinrich Brockmann und Jürgen Wenning konnten also als neue Mitglieder in der Gemeinschaft begrüßt werden. Gedacht wurde auch der Verstorbenen Anneliese Everke, Magdalene Beumer und Willi Nierenkerken.

Über eine solide Kassenlage berichtete anschließend Moritz Oberwittler. Die Beiträge, die direkt eingesammelt wurden, mussten also nicht erhöht werden. Beschlossen wurde auch, dass die gesammelte Kollekte für die neue Trauerhalle auf 500 Euro aufgestockt und der Karneval mit einer Spende gefördert wird.

„Karl der Große und das Werden Europas“ war das Thema des Vortrags, den Dr. Norbert Kühn zum Abschluss hielt. Der ehemalige Leiter des Kulturamts des Landschaftsverbands Rheinland gab seinen Zuhörern, darunter auch die Frauen der Amtsbrüder, viele interessante Informationen. Der gemeinsamen Kaffee- und Kuchentafel am Nachmittag folgte ein gemütliches Beisammensein und das gemeinsame Verbringen der Krameramtsutensilien in das Stadtmuseum.

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