EVB-Fusion mit Oelde wird näher geprüft
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Schon bald könnten Beckum und Oelde beim Stromgeschäft gemeinsame Sache machen.
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Damit folgten sie dem Beispiel der Bürgervertreter aus der Nachbarstadt vom Tag zuvor. Lediglich die Grünen enthielten sich der Stimme. Der gefasste Beschluss entspricht dem Vorschlag der beiden Aufsichtsräte.

 Die Umsetzung des Fusionsmodells hätte zur Folge, dass die beiden bisher unabhängig voneinander wirtschaftenden Energieversorger zu einem einzigen Unternehmen verschmolzen würden. Die Ergebnisverbesserung läge laut Wirtschaftsprüfer bei rund 995 000 Euro und damit etwa 190 000 Euro höher als beim alternativ geprüften kooperativen Geschäftsmodell. Das sähe die Gründung eines neuen operativen Gemeinschaftsunternehmens durch die beiden Eigentümer vor, die weiter unter ihren bisherigen Namen firmieren würden.

Die Sprecher von CDU, SPD, FWG und FDP unterstrichen vor der Abstimmung, dass der eingeschlagene Weg der richtige sei. Das gilt auch für die Beteiligung der RWE als Anteilseigner. In diesem Punkt verlangen die Grünen dagegen eine Klärung der Frage, ob die im Jahr 2016 mögliche Übernahme sämtlicher EVB-Geschäftsanteile nicht eine bedenkenswerte Option sei. Das allerdings würde die laufenden Fusionsverhandlungen erst einmal stoppen. In der Debatte wurde deutlich, dass dies die Mehrheit im Rat eindeutig nicht will. Die anderen Fraktionen stehen zwar einer Aufstockung des kommunalen Anteils positiv gegenüber, betrachten gleichzeitig die RWE aber als wichtigen strategischen Partner, mit dem auf lange Sicht weiter kooperiert werden sollte.

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