Edelmetall häufiger im Visier von Dieben
Immer häufiger werden Edelmetalle gestohlen. Die hohen Preise für die Metalle machen den Diebstahl luktrativ.

„Wenn der Preis steigt, steigt gleichzeitig auch die Anzahl der Diebstähle“, berichtet Dagmar Artmeier, Pressesprecherin der Kreispolizeibehörde Warendorf. In Beckum sind die Einbrecher in der Zeit zwischen Mittwoch und Montag auf das Gelände eines Stahl- und Maschinenbaubetriebs am Daimlerring eingedrungen.

Auf dem Betriebsgelände wurden mehrere Tonnen Edelmetallbleche verschiedener Größen gelagert. Vermutliche handelte es sich um mehrere Diebe, die zudem gut organisiert waren. „Sie benötigten ein Fahrzeug und mussten nah an das Betriebsgelände heran“, erklärt Artmeier. 4000 Kilo Edelstahl trägt man eben nicht im Rucksack weg. Der Schaden geht in den fünfstelligen Bereich.

„Im Moment sind die Preise für Edelmetalle wie Kupfer oder Messing auch auf dem illegalen Markt so gut, dass wir einen regelrechten Diebstahl-Boom erleben“, sagt Karl-Heinz Stehrenberg von der Kreispolizeibehörde in Gütersloh. Auf Friedhöfen würden derzeit häufig Grabkreuze und Grabschmuck aus Metall entwendet. „Das sind dann eher die kleinen Fische“, sagt Stehrenberg.

Die Polizei in Beckum bittet um Hinweise von Zeugen unter Telefon 02521 / 9110.

Bei größeren Mengen Metall habe man es dagegen meistens mit organisierten Banden zu tun. „Dann steht der Abnehmer des Metalls schon fest. Der ist in der Regel auch der Auftraggeber“, sagt der Polizeisprecher. Dachrinnen, Fallrohre, Elektroleitungen oder Kupferdächer – laut Stehrenberg zeigten die Diebe Einfallsreichtum auf ihren Beutezügen.

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