Eine Box voll Hoffnung und Arbeit
Bild: Miketta
Die Briefmarken können bei Gertrud Günnewig im Geschäft an der Hauptstraße in Neubeckum abgegeben werden. Die Sammelbox steht unübersehbar vor der Kasse.
Bild: Miketta

Die Neubeckumerin hat in ihrem Geschäft an der Hauptstraße eine Sammelbox aufgestellt. Inhalt: Briefmarken, die sie dann nach Bethel schickt, wo psychisch kranke oder behinderte Menschen die Marken vom Briefumschlag abziehen, sie aufbereiten und anschließend an Sammler aus aller Welt verkaufen.

„Die Menschen sind froh, dass sie eine sinnvolle Beschäftigung gefunden haben und arbeiten können“, sagt Günnewig, die das Projekt seit Jahren unterstützt – ohne Wenn und Aber. „Das machen wir gern, weil es einfach wichtig ist.“ Punkt.

„Vier Mal im Jahr schicken wir die Box rüber“

Vor Kurzem hatte sie erst wieder rund zwei Kilogramm Briefmarken nach Bethel geschickt. „Vier Mal im Jahr schicken wir die Box rüber“, erklärt Stefanie Horstkötter. „Wir sammeln die Briefmarken schon seit Jahren und senden sie nach Bethel.“

Eine Box voll Hoffnung und Arbeit für Menschen in schweren Lagen.

Horstkötter und Günnewig machen auch in ihrem Handarbeits-Geschäft immer wieder aufmerksam auf die Aktion – in der Hoffnung, dass sich immer mehr Menschen anschließen und ihre Marken in die Kiste werfen.

Denn: „Es ist schließlich für einen guten Zweck“, erklärt Günnewig, die im Bezug auf die Arbeiter in Bethel anfügt: „Jeder von uns hat im Leben schon einmal Unterstützung gebraucht. Ich auch. Deshalb ist es umso wichtiger, nun diesen Menschen zu helfen.“

Stiftung Bethel weiß Günnewigs Hilfe zu schätzen

Besonders in der aktuellen Zeit, sagt Günnewig, sei es wichtig, dass nicht nur das eigene Wohl im Vordergrund steht, sondern auch das derjenigen, denen es nicht so gut geht.

Das weiß auch die Stiftung Bethel zu schätzen, die in ihrem Brief an Günnewig schreibt: „Mit Ihrer Briefmarkenspende leisten Sie einen wichtigen Beitrag zur Lebensqualität kranker und behinderter Menschen.“

Kein Wunder also, dass Günnewig hartnäckig weiter sammelt. „Es sei denn, Bethel möchte das irgendwann nicht mehr“, sagt Günnewig. Wobei: „Das kann ich mir beim besten Willen nicht vorstellen.“

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