Eine gute Tat und ihre Geschichte
Bild: Biefang
Am Ort, wo die rührende Geschichte ihren Anfang nahm: Am Püttbrunnen in Beckum ist Martina Koch (Mitte) ihr Portemonnaie aus dem Korb gefallen. Aja (links) und Mahed fanden es, machten die Besitzerin ausfindig und brachten zu es ihr nach Hause.
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Die 55-jährige Beckumerin ist zu Tränen gerührt. Sie nimmt die beiden jungen Frauen in die Arme und bedankt sich, bietet Finderlohn an. Doch die beiden schütteln nur den Kopf. Einen Tag später sagen Aja und Mahed ihm Gespräch mit der „Glocke“, es sei doch selbstverständlich gewesen zu helfen.

Dort, wo die Geschichte ihren Anfang genommen hat, treffen sich die Drei einen Tag später wieder. Am Püttbrunnen in Beckum muss Martina Koch das Portemonnaie aus dem Einkaufskorb gefallen sein. Aja und Mahed kommen zufällig daher, heben die Geldbörse auf und suchen nach Besitzer und Wohnort. Dann geben sie die Adresse in ihre Handy-App ein und machen sich auf den Weg zu Martina Kochs Zuhause.

Währenddessen sucht die Beckumerin die Polizei auf. „Was für eine Dummheit von mir“, sagt Martina Koch kopfschüttelnd zu einem Beamten. Oder etwa doch Schicksal? „Sonst hätte ich die beiden womöglich gar nicht kennengelernt“, sagt die 55-Jährige rückblickend.

Dass die beiden jungen Frauen plötzlich vor ihrer Haustür auftauchen, überrascht Martina Koch. Die Ehrlichkeit rührt sie. Sogar das Geld ist noch im Portemonnaie – was für die Beckumerin allerdings in diesem Moment keine Rolle spielt. Vielmehr denkt sie daran, den Kontakt mit den beiden zu halten. Die freuen sich über das Angebot und stimmen zu, sich besser kennenlernen zu wollen. Überhaupt, die jungen Frauen wollen Anschluss in Deutschland finden.

Ein kleines Dankeschön hat Martina Koch für Aja und Mahed beim Wiedersehen in der Innenstadt in ihrem Korb. Sie lädt sie auf ein Eis ein. Womöglich der Beginn einer Freundschaft, die ihr der Zufall geschenkt hat.

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