Einsprüche gegen Platanen-Beschluss
Grüne und SPD möchten noch einmal unter den Platanen den Weihnachtsmarkt abgehalten sehen. 

 SPD-Fraktionschef Karsten Koch führt zur Begründung an, dass es keinen objektiven Grund dafür gebe, die Platanen auf dem Marktplatz noch in diesem Jahr zu fällen. Das gesetzlich geregelte Einspruch-Verfahren führt laut Koch dazu, dass sich nun der Stadtrat mit dieser Frage befassen wird.

Baumfällung laut SPD übereilt

Unbestritten sei für die SPD-Fraktion, dass der Beschluss zur Umgestaltung des Marktplatzes auch umgesetzt werden soll. Die Fällung der Platanen könne nach gültiger Rechtslage ohne Einschränkungen bis zum 28. Februar 2020 vorgenommen werden.

„Da vorher kein Baubeginn auf dem Marktplatz erfolgt und das Fällen nur wenige Tage in Anspruch nimmt, gibt es keinen sachlichen Grund, jetzt übereilt vorzugehen“, erklärt Koch.

„Gewerbetreibenden nicht das Weihnachtsgeschäft verderben“

Nach Kenntnis der Sozialdemokraten kommuniziere die Stadtverwaltung gegenüber den Gewerbetreibenden derzeitig eine Bauzeit von zwei Jahren. Eine solch lange Bauphase sei bislang nicht Gegenstand einer politischen Beschlussfassung und führe bei den betroffenen Geschäftsinhabern angesichts der langen Dauer zu Existenzsorgen.

„Unabhängig davon, dass die Abwicklung der Baumaßnahme und damit die Bauzeit noch in den politischen Gremien zu beraten ist, muss man den Gewerbetreibenden doch nicht auch noch das Weihnachtsgeschäft 2019 verderben, indem jetzt übereilt die Bäume gefällt werden“, schreibt Koch. Außerdem sei es für den Weihnachtsmarkt und die dann folgende Eisbahn wünschenswert, die heimelige Marktplatzatmosphäre für dieses Jahr noch einmal erhalten. „Baumstümpfe sind jedenfalls nicht der richtige Rahmen“, erklärt der Fraktionsvorsitzende.

Grünen-Fraktionschefin Angelika Grüttner-Lütke argumentiert entsprechend. „Das ist weder den Gewerbetreibenden, deren Geschäfte dadurch beeinträchtigt werden, noch allen anderen Bürgern der Stadt zuzumuten“, kommentiert sie.

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