Elternbefragung startet nach den Ferien
Bild: Clauser
Um den Schulstandort Neubeckum dreht sich alles bei der Elternbefragung, die nach den Sommerferien durchgeführt werden soll. Die Zustimmung des Rates gilt als sicher. 
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Das sieht zumindest die Beschlussvorlage vor, die den Ratsmitgliedern zugegangen ist. Mit Ausnahme der FDP, so erklärte Fachbereichsleiterin Mechthild Cappenberg gegenüber der „Glocke“, haben sich alle Fraktionen nach erneuter Beratung im Anschluss an die jüngste Schulausschusssitzung erneut für die Befragung ausgesprochen.

Angeschrieben werden sollen nach den Ferien die Eltern aller Grundschüler – auch der frischgebackenen Viertklässler, da deren künftige Schulwahl im September noch nicht gefallen ist. Insgesamt ergibt sich damit eine Stichprobe von 1400. Abgefragt werden laut Entwurf zunächst die allgemeinen Präferenzen bei der Entscheidung für eine weiterführende Schule. Neben den klassischen Möglichkeiten Haupt- und Realschule sowie Gymnasium kommt die Gesamtschule in Betracht. Diese Wahlmöglichkeit, darauf wird besonders hingewiesen, steht für alle Schulformen, die sämtliche Abschlüsse ermöglichen und bis zum Abitur führen können. Dazu zählt etwa auch eine Gemeinschaftsschule mit gymnasialer Oberstufe.

Frage zwei lautet: „Falls es eine Gemeinschaftsschule gäbe – z.B. am Schulstandort in Neubeckum – würden Sie Ihr Kind dort anmelden?“ Außerdem werden die Eltern befragt, welche Schulform sie bevorzugen würden, wenn es in Beckum keine Gesamtschule gäbe. Die Möglichkeit des Besuchs einer Gesamtschule in einer Nachbargemeinde wird dabei mit als Antwortoption vorgesehen.

Wie Mechthild Cappenberg erläuterte, wird bewusst auf die Erhebung des Geschlechts der Schüler, des eventuellen Wunsches nach Ganztagsunterricht und nach Integrations-Konzepten verzichtet, da diese Aspekte im aktuellen Zusammenhang nicht von Belang seien.

„Gesamtschule stärkt Schulstandort“

In der Begründung zur vorgeschlagenen Elternbefragung weist die Verwaltung darauf hin, dass der Schülerrückgang am Kopernikusgymnasium bei Gründung einer Gesamtschule in Ennigerloh nicht kompensiert werden könne. Fachbereichsleiterin Mechthild Cappenberg bezieht sich in diesem Zusammenhang auf die in Ennigerloh durchgeführte Erhebung. Die brachte 122 Voten pro Neugründung.

„Zusätzliche Potenziale für gymnasiale Zugänge zeichnen sich nicht ab“, befindet die Verwaltung im Unterschied zur Einschätzung der Vertreter des Kopernikusgymnasiums. Der Standort Neubeckum könne durch die Gründung einer Gesamtschule gestärkt werden.

 „Die Gründung wäre mit eigenen Schülern aus dem Stadtgebiet möglich“, heißt es in der Vorlage für die Ratssitzung weiter. Hingewiesen wird dort auch auf das Angebot des Berufskollegs zum Ablegen des Vollabiturs, das von derzeit 29 Schülern genutzt wird. Eine vierte gymnasiale Oberstufe, etwa durch Gründung einer zusätzlichen Gesamtschle neben zwei Gymnasien und dem Berufskolleg ist laut Verwaltung „aufgrund der demographischen Entwicklung nicht sinnvoll“.

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