Emmi Friesen hat bekannten Patenonkel
Bild: Krogmeier
Nach der Übergabe der Urkunde: (hinten v. l.) Bürgermeister Dr. Karl-Uwe Strothmann, Lili Friesen mit Emmi, Johann mit Michael sowie (vorne v. l.) Nelli, Roman, Anna, Benjamin und Rudolf.
Bild: Krogmeier

Kein geringerer als Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier hat diese Patenschaft beim siebten Kind von Johann und Lili Friesen aus Beckum übernommen.

Wie die Orgelpfeifen stehen die Kinder der Familie Friesen beim „Glocke“-Bild auf der Treppe vor dem Rathaus. Benjamin (zehn Jahre), Nelli (9), Roman (8), Rudolf (6), Anna (4) und Michael (2) haben sich um ihre kleine Schwester geschart. Gemeinsam mit Mutter Lili und Vater Johann waren sie Dienstagnachmittag bei Bürgermeister Dr. Karl-Uwe Strothmann im Beckumer Rathaus eingeladen. Dort überreichte der Bürgermeister im Namen des Bundespräsidenten dessen Bild, eine Ehrenpatenschaftsurkunde und ein Patengeschenk in Höhe von 500 Euro an die Familie.

Erst seit dem 1. Oktober 2016 leben die neun Friesens in Deutschland. Die Familie stammt aus Sibirien in Russland aus einem kleinen Dorf, etwa 500 Kilometer von Novosibirsk entfernt. Der Onkel wohnt in Diestedde, und so war Beckum direkt das erste Ziel, nachdem das Ehepaar Friesen die Übersiedlung seit zwölf Jahren geplant hat und dabei in Russland viele Hürden überwinden musste.

Die Familie des Elektrikers, der noch eine Arbeitsstelle sucht, wohnt zurzeit noch in einer großen Mietwohnung am Holtmarweg. Und die Kinder besuchen die Martinschule oder den Martins-Kindergarten. Jetzt hat man jedoch ein Haus in Neubeckum gefunden, in das man zum 1. Juli umziehen wird.

„Das ist etwas Besonderes, das kommt nicht häufig vor“, machte Strothmann mit Blick auf erst die 15. Ehrenpatenschaft eines Bundespräsidenten seit 1981 in Beckum deutlich. Das ist übrigens auf Wunsch erst ab dem siebten Kind einer Familie möglich - und zwar pro Familie nur ein Mal.

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