Ersatz-Frauchen öffnet Kinderstube
Bild: Wille
Ute Neffgen hat sich mit ihrer Hundepension einen Traum erfüllt. Sie betreut täglich Hunde in ihrer Wohnung in Dünninghausen. Außerdem steht ein 4000 Quadratmeter großes Außengelände zur Verfügung.
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Husky-Rüde Ragnar und Mischlingshündin Bimba, die beiden eigenen Hunde von Ute Neffgen, haben jeden Tag andere Gäste zu Besuch. An diesem Tag ist es eine bunt zusammengewürfelte Gruppe aus Junghunden, erwachsenen Vierbeinern und einem Welpen. Auch wenn besonders zur Ferienzeit Besitzer ein geeignetes Zuhause auf Zeit für ihre Vierbeiner suchen, sind die Tages-Hunde, wie Ute Neffgen sie nennt, ihr Hauptgeschäft. „Kein Hund sollte acht bis neun Stunden am Tag allein zu Hause sein“, betont sie. Um das zu verhindern, öffnet die Beckumerin, die ursprünglich aus dem Rheinland kommt, jeden Tag ab 7 Uhr ihre Türen.  Das Anwesen in der Bauerschaft Dünninghausen bietet mit einem Außengelände von 4000 Quadratmetern reichlich Platz. Doch die 63-Jährige legt Wert darauf, dass die Gruppen nicht zu groß sind, damit sie auf jedes Tier individuell eingehen kann.

Liebe zum Beruf gemacht

Seit 2012 nimmt Ute Neffgen Tiere bei sich auf. Sie ist mit Hunden aufgewachsen und war in die Vierbeiner schon immer vernarrt. „Die Liebe ist immer da gewesen. Diese Liebe habe ich zum Beruf gemacht“, sagt sie lächelnd. Auch wenn sie sich mit der Hundepension einen Wunsch erfüllt hat, ist die Betreuung keineswegs nur reiner Spaß. „Es ist mental anstrengend“, sagt sie.

Vierbeiner leben frei in der Wohnung

Denn die Hunde leben weder in Zwingern noch in Zimmern. Sie dürfen wie zu Hause frei in der Wohnung leben und draußen ausgelassen toben. Da kommt es häufiger vor, dass Ute Neffgen, die sich selbst als Ersatz-Frauchen bezeichnet, kleine Streitigkeiten schlichten muss. „Wichtig ist, dass man die Gruppe harmonisch hält“, erklärt sie. Hin und wieder springt Husky-Rüde Ragnar ein. „Er ist der Chef im Haus“, sagt die Beckumerin und lacht.

Hund darf vorbeikommen, wenn es passt

Wenn ein neues Hundekind in die Gruppe kommen soll, schaut Ute Neffgen es sich im Vorfeld genau an. Sie schätzt dann ein, ob der Vierbeiner gut in die Gruppe passen könnte. Gibt es keine Bedenken, dürfen die Besitzer ihren Hund abgeben. Der wird dann jedem Mitglied zunächst einzeln vorgestellt. Dann darf die gesamte Gruppe in den Garten zum Toben. Probleme gab es noch nie. Ute Neffgen versteht eben ihr Handwerk als Ersatz-Frauchen.

Nähere Informationen über die Hundepension gibt es unter www.net4dog.de.

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