Erster Beckumer Poetry Slam ist Erfolg
Bild: Kalläne
Sie stellten sich der Bewertung des Publikums beim ersten Dichter-Wettstreit im Beckumer Stadttheater: (v. l.) Anne Mertens, Johanna Sowka, Maike Lohheim, Zoe Rothfeld, Moderator Stefan Schwarze, Lukas Held und Chelsea Wahner.
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Sie haben den Besuchern nachdenkliche Texte und bemerkenswerte Denkanstöße geliefert. „Das Leben ist kompliziert. Leben ist einfach“, mit Sätzen wie diesen hat Johanna Sowka das Publikum schließlich für sich überzeugt. Sie wurde mit 47 von 70 möglichen Punkten zur Siegerin des ersten Beckumer Poetry Slams gewählt. Zuvor standen Beiträge von insgesamt sechs Teilnehmern auf dem Programm.

„Kaufen sie ‚Plus’. Sie erhalten gratis eine doppelte Portion ‚Plus Plus‘“ – mit eindringlicher, klarer Stimme warb Zoe Rothfeld nicht nur für ein Alles-Könner-Produkt für jede Lebenslage. Die 15-Jährige präsentierte ihren Vortrag für den Dichter-Wettstreit auch souverän auf der Bühne im Stadttheater und redete sich damit auf den dritten Platz. Anne Mertens hat sich für ihren Beitrag durch das Abendprogramm im Fernsehen geschaltet und stellte in einer lyrischen Satire die Machart der Serien und Filme dar.

Ein Abend mit Wortkunst und Witz

Mit ihrem zweiten Text, in dem sie klarstellte, dass man auf essenzielle Fragen manchmal keine Antworten hat, dass aber auch nicht nötig ist, schaffte sie es auf den Rang zwei. Bei den Texten der Jugendlichen kam immer wieder das Thema Zukunft auf und die Angst, die falsche Wahl zum Beispiel bei der Ausbildung zu treffen. „Wir sind perfekt unperfekt“ ist die Lösung in den Worten von Chelsea Wahner. Lukas Held meint, Identifizierung verläuft über das Schreiben, nur dann kann man Mensch sein.

Und Maike Lohheim resümiert: Zukunft kann auch positiv sein, wenn man positiv denkt. Mit diesen Ratschlägen endete der erste Beckumer Poetry Slam, der von Stefan Schwarze, vom „Tatwort“ in Münster, moderiert wurde. Um das Eis zu brechen, ist zu Beginn des Abends Sira Busch aus Münster mit zwei Texten aufgetreten. Sie hat schon einige Erfahrungen bei Dichter-Wettstreits gesammelt.

„DJ AT“ unterstützte die Wortkunst der Jugendlichen im kleinen Saal, bei dem auch das Publikum miteinbezogen wurde. Auf Schreibtafeln konnte eine an dem Abend ausgewählte Jury Punkte von eins bis zehn vergeben und so die zwei Teilnehmer bestimmen, die im Finale gegeneinander antreten mussten. Preise gab es für die ersten drei Plätze, gestiftet vom Voss-Telekom-Geschäft. Organisiert wurde der Abend vom Stadtmarketing und Stadttheater. „Vielleicht sehen wir uns im kommenden Jahr bei der zweiten Auflage“, sagte Ines Walke vom Stadtmarketing.

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