Etat beschlossen - Schule geschlossen
Einmütigkeit bewiesen die fünf Fraktionen im Beckumer Rat bei Haushaltsverabschiedung und Schulschließung.

Damit folgten die fünf Fraktionen dem Vorschlag der Verwaltung, die das Aus für den Grundschule-Teilstandort aufgrund der Schulgesetz-Vorgaben als unabwendbar dargestellt hatte.

Die Übernahme der nun erforderlichen Schülerbeförderungskosten sind ebenso Bestandteil des Beschlusses wie die Zusage, die Entwicklung des Ortsteils Roland besonders in den Blick zu nehmen. Sprecher aller Fraktionen schlossen sich Bürgermeister Dr. Karl-Uwe Strothmann an, der von einer „schmerzhaften Entscheidung“ sprach. Werner Knepper (CDU) kritisierte in seiner Stellungnahme Schulrätin Alice Lennartz, die den Rat nicht rechtzeitig von den für den Bestand der Rolandschule fatalen Veränderungen informiert habe.

Dem schloss sich Karsten Koch (SPD) an. Er betonte, dass „Schulpolitik so nicht funktionieren darf“. Nun habe die Schule keine Perspektive mehr, dem Ortsteil drohe die Verödung. Eine Befürchtung, die Karin Burtzlaff (Grüne) teilt. Sie reklamierte Anstrengungen zum Erhalt einer lebendigen Stadtteilkultur in Roland.

Auch Gregor Stöppel (FWG) und Elisabeth Wieschebrink (FDP) rügten das Verhalten der Schulrätin, bekannten sich aber ebenfalls zur Notwendigkeit der Schulschließung, die am Ende nur der Roländer Peter Tripmaker (SPD) nicht mitbeschließen mochte.

 Bei der Diskussion des Haushalts zeigte sich Dissens nur in wenigen Punkten. Die Anpassung der Steuer-Hebesätze nach unten mochten Grüne und FWG nicht nachvollziehen; die Grünen wandten sich zudem gegen die Ausweisung des Gewerbegebietes Obere Brede. Ein Antrag der CDU, die Höchstgrenze der Kassenkredite von 18 auf 15 Millionen Euro zu senken, fand am Ende keine Mehrheit. Keine der Fraktionen sah jedoch ihre Ziele so weit eingeschränkt, dass sie dem Finanzpaket die Zustimmung versagt hätte.

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