Euro-Hawk-Ausstieg gerechtfertigt
Referierte beim Höxberg-Gespräch: Generalinspekteur Volker Wieker.

Wieker kritisierte bei seinem Besuch auf Einladung des Arbeitgeberverbands Zement und Baustoffe am Montagabend in Beckum die derzeit geführte „Drohnen“-Debatte als zu undifferenziert. Er unterstrich, dass kleine Systeme zur Nahaufklärung bereits seit langem eingesetzt werden und einen wichtigen Beitrag zum Schutz der Streitkräfte im Einsatz zu leisten vermögen. Auch große Systeme wie der Euro-Hawk sind nach Wiekers Darstellung wichtig, um gegenerische Waffentechnologie auszulesen und die eigenen Abwehrsysteme anhand so gewonnener Daten zu kalibrieren. Der Genralinspekteur nannte zulassungsrechtliche Probleme jedoch als hinreichenden Grund, vom Euro-Hawk in der Erprobungsphase Abstand zu nehmen.

Wieker äußerte sich ferner zum Hochwassereinsatz der Bundeswehr. Hier habe die Truppe ihre Fähigkeit zur Nothilfe und Kompetenz unter Beweis gestellt. Auch wenn der Einsatz unter Karastrophenbedingungen richtig gewesen sei, sprächen prinzipiell förderale Aspekte gegen eine sofortige Einbeziehung der Bundeswehr.

Zuvor hatte der Gastredner die Hintergründe der laufenden Umstrukturierung der Bundeswehr erläutert und eine Analyse der Sicherheitslage in den Krisenregionen Nordafrika unf Afghanistan vorgenommen. Zur aktuellen Diskussion zur US-Spionage in Europa äußerte sich Wieker auf Nachfrage zurückhaltend. „Wir sind alle sehr viel transparenter geworden“, befand er mit Blick auf die Möglichkeiten im weltweiten Datennetz.

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